So viel kostet eine Profi-Hochzeit

Immer mehr Paare heiraten

So viel kostet eine Profi-Hochzeit

Hat man die Liebe seines Lebens erst mal gefunden, ist der Weg zum Traualtar meist auch nicht mehr weit. Das klingt zunächst romantisch, gleich nach dem Antrag geht es aber auch schon los mit der Planung. Damit der schönste Tag im Leben auch wirklich unvergesslich wird, ist gute Organisation das A und O. Denn nur wer seine Hochzeit ordentlich plant, kann die Feier auch wirklich unbeschwert genießen. In Zeiten von Wedding Planern und Full-Service-Agenturen muss das zwar nicht unbedingt Eigeneinsatz bedeuten, viele geben diese Arbeit an Profis ab. Wir wissen, wie tief man dafür in die Tasche greifen muss.

 

WEDDING ZEITPLANER 1/5
12 Monate im Voraus Falls Sie nicht planen, im engsten Kreis im eigenen Garten zu feiern, sollten Sie sich zuallererst um eine passende Location kümmern. Je konkreter Ihre Wünsche und Vorstellungen sind, desto eher sollten Sie das erledigen, da viele Räumlichkeiten lange im Voraus ausgebucht sind. Je früher der Termin steht, desto besser. Auch über das grobe Budget sollten Sie sich schon zu Beginn einig sein, damit es am Ende keine bösen Überraschungen gibt. Zu diesem Zeitpunkt sollte auch die ungefähre Gästeliste stehen. Damit Familie und Freunde auch bestimmt zur Feier kommen können, schon jetzt Save-the-Date-Karten verschicken.
9 Monate im Voraus Sind Location und Termin fixiert, folgt als Nächstes die Suche nach dem perfekten Brautkleid. Vorsicht: Manche Kleider haben eine Lieferzeit von bis zu sechs Monaten. Auch die verschiedenen Dienstleister wie Catering, Fotograf und Musiker sollten jetzt gebucht werden. Ernennen Sie auch jetzt Ihre Trauzeugen und besprechen Sie, inwieweit diese bei der Organisation mithelfen können. Verschicken Sie die personalisierten Einladungen und legen Sie den groben Ablauf der Feierlichkeiten fest.
6 Monate im Voraus Es wird Zeit für den Bräutigam, sich nach einem Hochzeitsanzug umzuschauen. Auf der Einkaufsliste ganz oben stehen aber auch die Trauringe. Auch der Blumenschmuck sollte ausgesucht und bestellt werden. Je nach Wunsch muss die Kirche reserviert bzw. die Trauung beim Standesamt angemeldet werden. Und: Vergessen Sie nicht Make-up und Frisur zu planen!
3 Monate im Voraus Sind Datum, Location und die wichtigsten Dienstleister bestellt, geht es an die Details. Falls der genaue Ablauf der Feier und der Sitzplan noch nicht festgelegt wurden, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Wer die Hochzeitsdekoration nicht selber basteln möchte, sollte sich jetzt auf Shopping-Tour begeben. Auch die Hochzeitstorte muss bestellt werden. Bei Bedarf Termine bei Friseur und Visagist festlegen und eventuell einen Tanzkurs besuchen.
1 Monat im Voraus
Mit großen Schritten rückt der Tag aller Tage näher. Die Trauringe am besten noch mal beim Juwelier auf Hochglanz polieren lassen. Damit es später keine Blasen gibt, sollten Braut und Bräutigam die Schuhe regelmäßig einlaufen. Idealerweise die Gästeliste noch einmal durchgehen und Änderungen an die Location weitergeben. Ansonsten ruhig 
bleiben und die Vorfreude genießen.

Kostenaufstellung

Die Dienstleistungsplattform "ProntoPro.at" hat die Standardausgaben für eine Hochzeit errechnet und ist dabei auf eine Summe von17.000 Euro gekommen. So viel kostet ein professionell organisiertes Rundumprogramm. Ein professioneller Videoproduzenten für Erinnerungen in Bewegtbild kostet beispielsweise rund 1.400 Euro. Zusätzlich sollte man 2.100 Euro für den Fotografen einplanen. Für die Stimmung unerlässlich ist ein guter DJ oder eine Band. Dafür sollte man rund 1.500 Euro einplanen. Den Privatfriseur bucht man für durchschnittlich 730 Euro und der Hochzeitkuchen sollte dem Paar 600 Euro wert sein. Wer mit 100 Gästen sein Glück teilen und mit allen kräftig anstoßen und gut schmausen möchte, sollte dafür im Schnitt 8.500 Euro ausgeben. Bei 100 Gästen ist jedoch die professionelle Planung das A und O, um die eigene Hochzeit auch genießen zu können. Dafür sorgt ein Hochzeitsplaner, der einem viele Sorgen abnimmt. Für etwa 2.000 bis 3.000 Euro ist dieser Service erhältlich.

Es geht aber auch günstiger! Hier unsere Spartipps:

Spartipps für eine traumhafte Low-Budget Hochzeit 1/8
Unkonventionelle Location statt teurer Bankettsäle
Dachterrassen, Burgruinen, ein ganz besonderes Plätzchen im Grünen. Seien Sie in Bezug auf die Wahl der Hochzeits-Location erfinderisch - so wird der schönste Tag im Leben nicht nur günstiger, sondern etwas ganz besonderes.
Hobby-Fotograf statt Profi
Vielleicht findet sich jemand in Ihrem Freundeskreis, der hobbymäßig fotografiert. Fragen Sie, ob er oder sie statt einem Geschenk bei ihrer Hochzeit die Fotos macht. Sollten Sie niemanden kennen, der gute Bilder schießen kann, engagieren Sie einen Newcomer.
Auf einheitliche Brautjungfernkleider verzichten
So ersparen Sie sich die Kosten für die Outfits der Brautjungfern. Um ein Stil-Chaos zu vermeiden, geben Sie einen einheitlichen Dresscode vor: beispielsweise Mitternachtsblau oder Apricot.
Einladungen selber gestalten
DIY-Einladungen sind nicht nur persönlicher, sondern ersparen Ihnen auch die Kosten für den Grafiker und die Druckerei. Online finden sich viele kreative Ideen und Tutorials für schöne, selbstgemachte Hochzeits-Einladungen.
In der Nebensaison heiraten
Es muss nicht immer der Wonnemonat Mai sein. Auch Winterhochzeiten haben ihren Charme und kosten weitaus weniger, als Wedding-Events im Frühling oder Sommer. Auch in Bezug auf das Wetter gibt es weniger Enttäuschungspotenzial.
Kein Samstag
Auch bei der Wahl des Wochentages gilt: Samstage und Feiertage sind teurer als Wochentage.
Spät heiraten
Wer am Vormittag heiratet, muss die geladenen Gäste den ganzen Tag über verköstigen. Eine Hochzeit am späten Nachmittag / frühen Abend erspart dem Brautpaar Kosten für Mittagsessen, Kaffee/Kuchen etc.
Wünschen Sie sich Dienstleistungen
Statt Geschenken können Sie Ihre Verwandtschaft bitten, konkrete Dienstleistungen oder Catering-Services zu übernehmen - beispielsweise die Hochzeitstorte oder die Band/ den DJ.

Männer heiraten lieber als Frauen

Die Zahl der Hochzeiten ist in Österreich zwischen 2007 und 2017 von 36.000 auf 45.000 angestiegen. Für zwei Drittel ist die erste Hochzeit. Aber für wen ist die Hochzeit der wichtigste Tag im Leben? Da haben die Männer mit 39 Prozent gegenüber den Frauen mit 37 Prozent die Nase knapp vorn. Der Aussage „Die Hochzeit ist der wichtigste Tag im Leben“ stimmen 44 Prozent der Verheirateten zu und 46 Prozent der Befragten, die Kinder im Haushalt haben. Je höher das Einkommen ist, desto seltener wird die eigene Hochzeit als absolut wichtigster Tag eingestuft. Bei der Gruppe mit einem Einkommen bis zu 1.500 Euro sagen 21 Prozent, dass es keinen schöneren Tag in ihrem Leben gab. Ähnlich hoch ist der Anteil bei Personen, die geschieden oder verwitwet sind und man erinnert sich offenbar gerne an diesen besonderen Tag im Leben zurück.

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