Künstliche Liebe durch 'Love-Drugs'

Liebespille

Künstliche Liebe durch 'Love-Drugs'

Noch ist es nicht real, doch schon bald könnten Forscher tatsächlich an einer 'Liebespille' arbeiten, die erkaltete Gefühle in einer langjährigen Beziehung wiederbelebt. Wissenschaftsjournalist Ross Andersen schreibt in einem Artikel der Online-Ausgabe der amerikanischen Zeitschrift 'The Atlantic' über genau diese Idee, das Kribbeln im Bauch mit Hilfe von Medikamenten zurückzuholen.

Zwar gibt es noch keine Pille dieser Art, doch Forscher sind bereits am Werken. Philosophen der Universität Oxford haben jetzt schon die Vorteile solcher liebeserhaltender Medikamente diskutiert. Ein für sie wichtiges Pro-Argument: Paare mit Kindern könnten dem Wohl ihres Nachwuchses zuliebe auf solche Pillen zurückgreifen, wenn die Ehe nicht mehr funktioniert.   Liebe ist ein biochemischer Prozess, der zumindest theoretisch durch Hormone beeinflusst werden könnte. Und klingt es nicht traumhaft: Nach vielen gemeinsamen Jahren wieder Schmetterlinge im Bauch zu haben beim Anblick des Partners, für den man keine romantischen Gefühle empfindet, mit dem man sich aber ein gemeinsames Leben aufgebaut hat.

Die beliebtesten Zärtlichkeits-Rituale 1/9
Platz 9
48% geben ihrem Partner/ihrer Partnerin einmal die Woche eine Rücken- oder Körpermassage
Platz 8
60% schlafen eng umschlungen mindestens einmal die Woche
Platz 7
65% haben mindestens einmal pro Woche Sex
Platz 6
89% halten mindestens einmal pro Woche Händchen beim Spazieren
Platz 5
84% kuscheln mindestens einmal pro Woche
Platz 4
89% geben sich zur Begrüßung oder zum Abschied mindestens einmal die Woche einen Kuss
Platz 3
90% streicheln am Liebsten den Kopf oder den Körper des Partners
Platz 2
92% Küssen so oft es geht

Platz 1
94% kommen ohne Umarmungen nicht durch die Woche

Ähnliche Pillen sind auf dem Markt:
Viagra ermögliche Paaren ein erfülltes Sexleben und fördert durch das enthaltene Hormon Oxytocin gleichzeitig die Bindung zwischen den Paaren. Und auch Antidepressiva verbessern nicht nur das seelische Befinden der depressiven Person, sondern damit auch ihre Beziehung, die unter der Krankheit leidet.


Gleichzeitig ist diese Idee sehr extrem umstritten: Was ist Liebe überhaupt noch wert, wenn sie künstlich erzeugt ist? Sind wir Menschen so verzweifelt, dass wir das mit der Liebe nicht mehr ohne Medikamente schaffen? Und wie würden wir mit dem Wissen leben, dass wir unseren Partner nur lieben, weil die Liebespille unserer Empfindungen steuert? Mit solchen Pillen würde Liebe selbstverständlich werden, wir müssten nicht mehr um unsere Beziehung kämpfen. Die Erfindung einer Liebespille bleibt damit eine Idee, die zwar die Pharmaindustrie begrüßen würde, jeder der aber einmal in seinem Leben richtig verliebt war, sollte wissen dass dieses Gefühl durch Medikamente nicht erzeigt werden kann! Liebe ist das einzige auf der Welt was man nicht für Geld kaufen kann – und das soll auch so bleiben!

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