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Die "Aidablu": Jungfernfahrt mit eigenem Bier

Die "Aidablu" ist das siebte Schiff des Seereisen-Marktführers aus Rostock und das vierte der 2007 mit der "Aidadiva" begonnenen neuen Baureihe. Wie ihre drei etwas älteren Schwestern hat auch sie das "Theatrium" in der Mitte bekommen, das gleichzeitig Showbühne und Flaniermeile sein soll. Auch sonst finden Seereisende auf dem 252 Meter langen und 32,2 Meter breiten Neuzugang vieles, das sie von den anderen Schiffen kennen. Aber es gibt auch Neues - so wie die erste Brauerei auf einem Kreuzfahrtschiff, bei der Aida Cruises mit dem Traditionsbrauhaus Hövels in Dortmund zusammenarbeitet. Zudem ist die "Aidablu" ein halbes Deck größer und bietet damit 71 Kabinen mehr.

Anders als auf der "Aidadiva", "Aidabella" und "Aidaluna" wurde auch der Spa-Bereich gestaltet. Er erstreckt sich über vier Decks und 2600 Quadratmeter, das sind 300 mehr als auf den bisherigen Schiffen. Neu sind auch die 34 Spa-Balkonkabinen oberhalb der Schiffsbrücke, die einen unbegrenzten Zugang zu der Wellnessoase ermöglichen - alle anderen Passagiere bezahlen dafür 20 Euro am Tag, erklärt Spa-Manager Bernd Leiendecker. Hinzu kommen noch fünf Spa-Suiten, die 28 bis 54 Quadratmeter groß sind. Wer für seine Reise eine dieser beiden Kategorien bucht, bekommt ein "Body & Soul"-Paket mit Massage, Yogakurs und Betreuung durch einen Spa-Butler automatisch dazu. Für alle Passagiere an Bord kostenlos bleibt das Saunieren mit Meerblick.

In den kommenden Wochen wird die "Aidablu" vor allem in Westeuropa unterwegs sein. Nach der Jungfernfahrt nach Palma de Mallorca und zurück stehen mehrere einwöchige Touren an, bei denen es von Hamburg aus unter anderem nach Amsterdam, Dover und Le Havre geht. Von Mai bis August folgen dann Ostsee-Kreuzfahrten, angesteuert werden in meist zehntägigen Reisen unter anderem Kopenhagen, Stockholm, Tallinn und St. Petersburg. Ausgangshafen ist jeweils Warnemünde. Im Herbst und Winter 2010/11 werden die Kanarischen Inseln und Madeira zum Revier des neuen Schiffes. An Bord gehen die Gäste auf Teneriffa.

Wer dann mit einem speziellen "Schiffsbier" in der Hand über die Reling auf Lanzarote oder Gran Canaria schauen möchte, muss dafür extra ins Portemonnaie greifen: Ein 0,3-Liter-Glas kostet 3,10 Euro. Braumeister Andreas Hegny und sein Team halten einen Vorrat von bis zu 13.000 Litern bereit. In den übrigen Restaurants an Bord ist - von Land importiertes - Bier dagegen bereits im Reisepreis enthalten.

Die exklusive Aida-Sorte mit fünf Volumenprozent Alkohol sei "sehr hopfenblumig und frisch im Mund", verspricht der Braumeister. In einstündigen Bierseminaren können sich auch die Passagiere das Brauen erklären lassen, "vielleicht entdeckt es ja der eine oder andere als Hobby für zu Hause", meint Hegny. Ein Unikat bleiben wird die "schwimmende Brauerei" nicht: Auch auf den nächsten Aida-Schiffen, die 2011 und 2012 in Dienst gestellt werden sollen, ist ein Brauhaus vorgesehen.

INFO: www.aidablu.de

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