Screenshot aus Musikvideo "rumors"

Madonna

Lizzo und Cardi B performen zu österreichischer Kunst

Skulpturen einer österreichischen Künstlerin reisen um die Welt. In dem neuen Video zur Single „Rumors“ der amerikanischen Musikerinnen Lizzo und Cardi B thronen die Figuren der Künstlerin Andrea Kollar wie riesige griechische Göttinen, wunderschön und anbetungswürdig. 

Die Figuren stehen nicht nur für grenzenlose Weiblichkeit und Diversität, sondern auch für Body Positivity und die Schönheit von kurvigen Körpern.

Das am 13. August veröffentlichte Musikvideo des neuen Songs „Rumors“ beeindruckt nicht nur visuell, sondern auch aufgrund der dahinterliegenden Message – der weibliche Körper ist ein Tempel, unabhängig von Farbe, Form und Größe. In dem Musikvideo tanzen und wandern Lizzo und Cardi B. durch eine atemberaubend schöne Welt voller Vasen und Göttinen, auch zwei Figuren von Andrea Kollar tauchen auf und vervollständigen das Video.

© Director: Tanu Muino
Screenshot aus Musikvideo
× Screenshot aus Musikvideo


Der Weg der Vasen

Die Kunst von Andrea Kollar gelangte über einen Mitarbeiter bei der Produktionsfirma in Paris in das Musikvideo von Lizzo und Cardi B. Er ist selbst Sammler der Vasen und Skulpturen von Kollar, und war sogar einer der ersten Follower auf ihrem Instagram-Account. Die Vasen „Sophia“ und „Hermine“, die sich auf seinem Beistelltisch befinden, inspirierten ihn während der Produktion des Videos. Er sah Ähnlichkeiten von Lizzo und „Hermine“, und Cardi B und „Sophia“. So entschied er sich, der Art Direktorin des Video, Tanu Muino, vorzuschlagen, die Skultpuren als 3D-Silhouetten im Video einzubauen, welche sofort Begeisterung zeigte.

Die Vasen "Hermine" und "Sophia" von Andrea Kollar


„Haters do what they do“

Die Handlung von Lizzo’s und Cardi B‘s Song bezieht sich auf die Probleme, die viele Frauen täglich erfahren, vor allem, wenn sie in der Öffentlichkeit stehen. Es geht um Gerüchte, die gestreut werden, gehässige Kommentare, unreflektierte Bewertungen und Sexualisierung, unter anderem auf Social Media. Lizzo und Cardi B möchten sich diese Art von Kritik nicht mehr zu Herzen nehmen – das vermitteln sie mit den Lyrics: „Sick of rumors, but haters do what they do“. Letztendlich ist ihre Message in dem Song ganz klar: Steh zu dir und deinem Körper, lass dich nicht von außen davon abbringen, wer du bist und wofür du stehst.

© Director: Tanu Muino
Lizzo in Musikvideo
× Lizzo in Musikvideo


Über Andrea Kollar

Andrea Kollar ist eine in Österreich geborene Künstlerin, die an der Universität für Angewandte Kunst im Bereich Mode studierte. Nach ihrem Studium fand sie ihren Weg in die Keramik und Malerei. Mit ihren Skulpturen und ihrer Kunst möchte sie eine Intensivierung der Sinnlichkeit des weiblichen Körpers ausdrücken, und das schafft sie mit einem Minimum an Linien und Formen. Ihr Fokus liegt dabei auf Einfachheit und Reduktion, doch die Künstlerin experimentiert mit verschiedensten Techniken. Seit einigen Jahren verschickt Kollar ihre Figuren – in umweltfreundlicher und sicherer Verpackung – in die ganze Welt.

© Michael Rottmann
Andrea Kollar mit Skulptur
× Andrea Kollar mit Skulptur

Andrea Kollar arbeitet und produziert ihre Kunstwerke in Wien und Niederösterreich. Im Porzellan-Atelier von Hermann Seiser wird jedes Stück von Hand gefertigt.
Die Figuren, die Kollar mit großer Sorgfalt herstellt, haben Kurven, und das ist wichtig. „Viele Frauen von überall auf der Welt schreiben mir, dass sie das erste Mal Frauen mit Kurven in der Kunst sehen und es schön finden. Meine Kunstwerke haben ganz bewusst Hintern und Oberschenkel. Sich mit der Schönheit dieser Kurven zu identifizieren, hilft Frauen, ihre eigene Schönheit zu sehen.“ sagt Kollar. Vielleicht ist das der Grund, warum ihre Figuren in dem Musikvideo der amerikanischen Musikerinnen auftauchten.

© Michael Rottmann
Andrea Kollar mit Skulptur
× Andrea Kollar mit Skulptur

„Als Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit mit dem weiblichen Körper auseinandersetzt, ist es natürlich eine große Ehre, Teil des Videos der Sängerin und Body-Positivity-Ikone Lizzo zu sein“, so Andrea Kollar.

  

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