Wenn Chinatown grüßen lässt

Liounge

Wenn Chinatown grüßen lässt

Für Original-Fondue war das „Liu“ vor allem innerhalb der chinesischen Community bekannt. Jetzt schlürfen auch immer mehr Wiener aus dem Feuertopf. (c) TZ Oesterreich Niesner Lisi

Mit Phönixkrallen, eingelegten Enteneiern, Rindermagen und Schweinsohren konnten die meisten Wiener bisher nicht sonderlich viel anfangen. Mag sein, dass die Hemmschwelle für eine Bestellung dieser für uns doch eher außergewöhnlichen chinesischen Spezialitäten auch so bald nicht überschritten werden kann. Trotzdem wagen sich schon wesentlich mehr europäische Gaumen über die Schwelle des komplett umgebauten und ver­größerten Liounge in der Gumpendorferstraße.

Style-Faktor
Grund dafür ist wohl das neue, hippe Design, das mittlerweile nicht nur die chinesische Community – sie stürmte das ehemalige Liu schon vor dem Umbau wegen des authentischen Fondues in Scharen – anzieht.
Wer sich nicht über unbekannte Vorspeisen traut, sollte die für Skeptiker ungefährlichen, handgemachten Jiao-Zi-Teigtaschen oder die luftigen, mit Sojafleisch und Gemüse gefüllten Pfannkuchen bestellen.
Must.
Pflichtprogramm ist in jedem Fall das Fondue ­(€ 14,90 mit Meeresfrüchten und Fleisch, € 12,90 nur mit Fleisch und inklusive 20 Vorspeisen), für das der große Feuertopf auf die Mitte des Tisches platziert wird. Der Gast wählt zwischen zwei von vier Suppen – Kokos-Thai-Suppe (Vorsicht: hot!), Rindersehnen-, Flugenten- oder Fischkopfsuppe –, in die man hauchdünn geschnittene Stückchen von Rind, Lamm, Huhn oder Schwein eintaucht. Diese wiederum werden nach dem Garen in Erdnussbutter-, Chili-, Sesam- oder Sojasoße getunkt. Der Spaßfaktor beim „selber Kochen“ ist hoch – und garantiert noch höher, wenn man in Gruppen reserviert.

LIOUNGE 1060 Wien, Gumpendorferstraße 29, Tel.: 01/ 586 36 73, Mo bis So 11 bis 2 Uhr