Verona Pooth im MADONNA-Talk

Über ihre neue Biografie

Verona Pooth im MADONNA-Talk

Es ist da! Das Leben von Verona Pooth (50) auf 272 Seiten – so ehrlich und sympathisch erzählt, wie man sie kennt. Im Interview spricht die deutsche Werbe-Ikone über ihre Beweggründe und brisante Passagen über ihre Ehemit Dieter Bohlen und einen Mann, der ihr eine Million Euro für eine Nacht anbot …


Sie wurden im letzten Jahr 50 – war dies der Anlass, eine Zwischenbilanz zu ziehen?
Verona Pooth:
Eine Zwischenbilanz – eher nicht. Bei dem, was ich alles erlebt und gesehen habe, lagen mir schon öfter Angebote vor, ein Buch herauszubringen. Schon vor einigen Jahren. Es fühlte sich einfach jetzt richtig an. Alles passte zusammen, und da ist es nun – das fertige Werk „Nimm dir alles, gib viel: Das Verona-Prinzip“.

Sie schreiben „Veni, vidi, Verona“ – in welchen Momenten haben Sie denn doch ein bisschen an sich gezweifelt. Und wer oder was hat Ihnen aus solchen Tiefs geholfen?
Pooth
: Zweifeln ist nicht so meine DNA. Ich gehe auf alles positiv und mit Elan zu. Ich glaube, dass ich gerade damit, mir alles anzuhören und nicht gleich nein zu sagen, immer sehr gut gefahren bin. Und wenn ich mir nicht sicher bin, habe ich meine Familie und meinen Manager Alain Midzic, dem ich seit über 30 Jahren vertraue, um mich herum.

Sie erzählen so viele Anekdoten aus Ihrem Leben – haben Sie Tagebuch geführt?
Pooth:
Meine Freunde nennen mich schon immer „Elefanten-Hirn“. Es bezieht sich natürlich nicht auf meine Intelligenz, sondern auf mein ausgeprägtes Gedächtnis. (lacht). Ich vergesse wirklich selten etwas – um nicht zu sagen nichts. Also aufgepasst, was Sie mich jetzt fragen! (lacht)

Okay! Dennoch die Frage: Sie erzählen erstmals die ganze wahre Geschichte über Ihre Liebe zu Dieter Bohlen – warum war es Ihnen wichtig, dieses Kapitel in Ihrem Buch aufzuarbeiten?
Pooth:
Auch das ist eine Geschichte aus meinem Leben. So wie jede andere, die die meisten kennen. Darum gehört es auch in meine Autobiografie und ich habe mich zu Dieters Buch „Nichts als die Wahrheit“ und den von ihm aufgestellten Behauptungen mir gegenüber nie geäußert. Und glauben Sie mir, ich war nie in einer Anstalt … Vielleicht war es einfach mal an der Zeit, nichts als die Wahrheit über dieses Kapitel „Dieter und Verona“ zu erzählen.

Er kommt nicht gerade gut weg – wie denken Sie, wird er darauf reagieren?
Pooth:
Finden Sie? Schließlich erzähle ich lang und breit, wie ich mich tatsächlich in Dieter verliebt hatte. Dazu gehört schon einiges. Ich war jung und brauchte das Geld. (lacht)

Am Ende des Kapitels fordern Sie Dieter Bohlen sogar dazu auf, Sie in die „Super­talent“-Jury zu holen. Ist das realistisch?
Pooth:
Das ist alles mit einem Augenzwinkern zu sehen. Aber warum nicht? Er hat sein Buch geschrieben, ich habe mein Buch geschrieben. Jetzt sind wir quitt. Das wäre ein riesiger Spaß für alle. Es müsste ja nicht unbedingt das „Supertalent“ sein, wir wären auch ein Supercouple für eine Eheberatungsshow auf RTL. (lacht)

Sie erzählen u. a. von einem unmoralischen Angebot, das Sie erhielten und wie Ihr Ehemann darauf reagierte, als er davon erfuhr. Wie eifersüchtig ist Ihr Ehemann?
Pooth:
Er ist so eifersüchtig, wie es doch jeder Ehemann hoffentlich sein sollte. Zumindest kenne ich das so. Ich finde, dass es ein gutes Zeichen für unsere Ehe ist. Aber Franjo weiß schon genau, was er an mir hat – neben den Kopfschmerzen. (lacht) Bei dem unmoralischen Angebot, das ich sogar schriftlich erhielt, ging es ihm aber mehr darum, dass sich jemand tatsächlich dazu erdreistet, mir eine Million Euro für eine Nacht zu bieten.

In Sachen Finanzen sagen Sie: „Nur der ­Kluge ist in der Lage, mit diesem Geld so umzugehen, dass es nicht weniger wird …“ Sind Sie ein sparsamer Mensch?
Pooth:
Sparsam ist ein dehnbarer Begriff. Ich gebe gerne Geld aus – auch mal für Quatsch. Insbesondere für meine Liebsten. Dass ich mir so einiges leisten kann, war immer ein Antrieb für mich, zu arbeiten. Aber sorgsam damit umzugehen, kann ich nur jedem raten. Nichts ist leicht verdient, aber schnell wieder weg.

Ein Schönheits-Eingriff ging einmal ganz schön schief – würden Sie sich noch einmal einem Beauty-Eingriff unterziehen? Wie wichtig ist Ihnen jugendliche Schönheit?
Pooth:
Ich bin nun mal 100 Prozent Frau. Welche Frau möchte nicht gerne gut aussehen, sich gut fühlen? Es gibt tausend kleine Tricks – warum auch nicht? Das soll jeder für sich entscheiden. Man sollte nur nicht gerade einen Tag vor der Oscar-Verleihung sich die Lippen machen lassen und sich wundern, dass man wie eine Froschkönigin aussieht. (lacht) Und so lernt man dazu.

In Ihrem Buch enthüllen Sie intime Details wie Ihre Fehlgeburt. Hatten Sie keine Scheu, Ihr gesamtes Privatleben preiszugeben?
Pooth:
Eine Autobiografie ist nur authentisch, wenn man den Mut hat, die Hosen runterzulassen.

Sie haben so vieles erlebt. Wovon träumen Sie noch?
Pooth:
Träume halten uns alle motiviert. Ohne Träume wäre das Leben doch echt langweilig. Die habe ich noch immer und werde ich auch weiterhin haben. Ich habe noch eine Menge vor. Wie heißt es so richtig: 50 is the new 30! So fühle ich mich auch. Und so lange werde ich machen, worauf ich Lust habe. Im TV und auch sonst – so schnell werdet ihr mich nicht los. (lacht)

Das neue Buch von Verona Pooth „Nimm dir alles, gib viel“ ist soeben im mvg Verlag (um 19,99 Euro) erschienen.
Pooth © mvg Verlag


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