aging

4 Alterungs-Typen

Studie: Darum altern wir unterschiedlich

Amerikanische Forscher gingen der Frage nach, warum wir unterschiedlich schnell altern und stießen dabei auf vier Aging-Typen. 

Seit jeher beschäftigt sich die Medizin mit dem menschlichen Alterungsprozess. Nun ist die Wissenschaft der Antwort auf die Frage, warum manche Körper schneller altern als andere, ein Stück näher gekommen. Einer Studie der Universität Stanford zufolge, gehört jeder von uns zu einem von vier Alterungstypen, sogenannten "Ageotypen".

Studienteilnehmer im Alter zwischen 34 und 68 wurden über zwei Jahre begleitet. Im Vorfeld identifizierten die Forscher 600 unterschiedliche Aging-Marker, die zur Bestimmung des biologischen Alters beitragen. Über wiederholte Analysen wurden diese Aging-Komponenten der Studienteilnehmer getracked und ausgewertet. So konnten die Forscher im Zuge des Experiments vier verschiedene Altersgruppen identifizieren. Die Forscher stellten fest, dass der Alterungsprozess mit folgenden biologischen Vorgängen verknüpft ist: Immunsystem, Niere, Leber und Stoffwechsel. Menschen, die  zum Stoffwechseltypen gehören, haben ein erhöhtes Risiko für beispielsweise Diabetes. Jene, die in die Immun-Gruppe fallen, können andererseits mit zunehmendem Alter anfälliger für immunbedingte Krankheiten sein.

Welcher Typ sind Sie?

Einige Menschen passen genau in eine Kategorie, andere fallen in mehrere oder sogar alle Typen –  je nachdem, wie sich die Komponenten im fortschreitenden Alter entwickeln. So könnte ein Stoffwechsel-Typ  zusätzlich auch ein Immun-Typ sein. Die Studie zeigt, dass man mit einfachen Maßnahmen viele Alterungsfaktoren verlangsamen und dass der Lebensstil eine entscheidende Rolle spielt. Bei einigen Studienteilnehmern verbesserte sich die Werte der Aging-Marker, wenn sie ihr Verhalten änderten. Sie sind zwar immer noch gealtert, aber das Tempo wurde gedrosselt oder sogar gestoppt. In manchen Fällen nahmen die Alterungsmarker sogar ab.

Effizientere Vorsorge

Das Wissen um den eigenen Alterungstypus soll in Zukunft bei der Gesundheitsvorsorge unterstützen. „Der Alterstyp ist mehr als ein Etikett. Dies kann Einzelpersonen dabei helfen, sich auf gesundheitliche Risikofaktoren zu konzentrieren und die Bereiche zu finden, in denen sie am wahrscheinlichsten auf Probleme stoßen “, schreibt der Studienleiter Michael Snyder. "Vor allem zeigt unsere Studie, dass es möglich ist, die Art und Weise, wie man altert, positiv zu beeinflussen.“ Die Forschung zu den "Ageotypen" steckt aber immer noch in den Kinderschuhen. Weitere Studien sollen mehr Aufklärung über die Systematik des körperlichen Alterungsprozesses bringen und womöglich weitere Typen identifizieren.