So gesund macht das Meer

Heilmittel Meer

So gesund macht das Meer

Auftanken. Wer am Meer urlaubt, stärkt Körper und Seele. Ärzteverraten, wie Sie die Kraft des Meeres nutzen können – am Urlaubsortund daheim.

Das Meer ist Balsam für Körper und Seele: Es heilt und verschafft uns ein strahlendes, klares Aussehen. Bild: (c) Getty
Den Sommerurlaub am Meer müsste es eigentlich auf Krankenschein geben: Es gibt kaum ein Leiden, das sich mit der Kraft des Meeres nicht lindern oder sogar heilen lässt. Ob Hautkrankheiten oder allgemeine Schwächezustände – eine „Kur“ am Meer hilft dem Körper, sich schnell und nachhaltig zu regenerieren.

Thalasso-Therapie
„Neurodermitiker werden gerne ans Tote Meer geschickt und Asthmakranke an die Nordsee nach Sylt. Das salzige Meerwasser und das Seeklima wirken sich positiv auf die Krankheiten aus“, erklärt die Wiener Allgemeinmedizinerin Sabine Wagner (www.akupunktur.co.at).

Eine sogenannte Thalasso-Therapie (abgeleitet vom griechischen Wort thalassa für „Meer“) empfehle sich jedoch nicht nur für Haut- und Atemwegserkrankungen: „Das ausgewogene Verhältnis von Mineralstoffen und Spurenelementen im Meerwasser macht es so wertvoll. Es ähnelt auf verblüffende Weise dem menschlichen Blutserum und ist deshalb auch ein anerkanntes Heilmittel bei Herzkreislauf-, Gefäß-, Stoffwechselerkrankungen, Erschöpfungszuständen oder Infektanfälligkeit “, so Ärztin Sabine Wagner.

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Schlankmacher
Und: Im Meeresklima fällt sogar das Abnehmen leichter. Grund: Ein Aufenthalt am Meer hilft dem Organismus, zur „gesunden Mitte“ zurückzukehren. Das Reizklima wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus und in Kombination mit ausgewogener Mittelmeer-Kost und Bewegung nimmt man erfolgreich ab: Der Jo-Jo-Effekt, der häufig bei anderen Diäten auftritt, bleibt aus. Auch Kinder mit Adipositas (Fettsucht) werden daher oft zur Kur ans Meer geschickt.

Die winzigen Meereswassertröpfchen, Aerosole genannt, sind besonders gesundheitsfördernd. Bild: (c) REUTERS/Ognen Teofilovski Wind & Aerosole
Was aber genau macht den Urlaub am Meer so gesund? Seeluft hat einen hohen Gehalt an Salz, Jod, Magnesium und Spurenelementen: Dadurch regt sie die Immunreaktion der Haut und der Atemorgane an. Außerdem kommen dadurch Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung.

Wohldosierte Sonnenbäder am Meer fördern die Bildung des körpereigenen Kortisons, wirken entzündungshemmend (zum Beispiel bei Hautproblemen) und sorgen für eine verstärkte Produktion von Glückshormonen (Endorphinen).

Besonders gesundheitsfördernd sind die maritimen Aerosole: winzige, salzhaltige Meerwassertröpfchen, die in die Luft gelangen, wenn die Wellen brechen. Die Aerosole lockern Sekrete in den Schleimhäuten und fördern das Abhusten bei verschleimten Bronchien. Auf der Haut wirken sie entzündungshemmend und wie ein sanftes Dauer-Peeling: Dadurch wird die Haut glatter und weicher.

Das Meerwasser selbst enthält reichlich Mineralien und Spurenelemente wie Brom (wirkt beruhigend auf den gesamten Organismus), Jod (fördert die Heilung von Wunden und reguliert den Stoffwechsel), Kalium (stärkt die Abwehrkräfte der Haut) oder Magnesium (wirkt entspannend und entkrampfend). Der Salzgehalt selbst schwankt jedoch stark: Während das Mittelmeer einen Gesamtsalzgehalt von 3,7 Prozent aufweist, liegt er im Toten Meer bei 27 Prozent.

Meeresfrüchte
Was dem Körper ebenfalls gut tut, ist der Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten. Die Mittelmeer-Küche gilt längst als eine der gesündesten Ernährungsformen: Wer viel frisches Obst, Gemüse, Salat, Fisch und Olivenöl (statt tierischer Fette) zu sich nimmt, bleibt nicht nur schlank, sondern senkt zudem sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alzheimer.
Durch die Lebensmittel (vor allem Fisch!) werden nämlich auch viele Omega-3-Fettsäuren aufgenommen, die die Gefäße durchputzen und Anti-Aging-Prozesse im Körper unterstützen.