Sharon Stone: Leben nach dem Drama

Familie & Schicksalsschläge

Sharon Stone: Leben nach dem Drama

2001 erlitt Sharon Stone einen Schlaganfall. Jetzt spricht sie über die schwierige Zeit danach sowie die Liebe zu Männern und ihrem Körper.

Sie gilt seit Jahren als Sexsymbol: Sharon Stone, 62, feierte 1992 als mordende Femme fatale mit „Basic Instinct“ ihren Durchbruch. Es folgte eine solide Schauspielkarriere, ehe ein Septembertag 2001 das schillernde Leben der Amerikanerin für immer verändern sollte. Jetzt erzählt die Mimin offen vom Schlaganfall, den Folgen und von der Liebe zum eigenen Körper.  

Schicksalsmoment. Im Talk mit der deutschen „Vogue“ lässt sie tief in ihr Seelenleben blicken: „Damals wurde ich von einem furchtbaren Arzt falsch diagnostiziert. Zum Glück habe ich auf meine In­tuition vertraut, ihn gefeuert und wurde von einem anderen Arzt gerettet.“ Danach musste Stone sämtliche Fähigkeiten neu erlernen – eine wahre Ausnahmesituation für die Powerfrau: „Man fühlt sich in seinem eigenen Leben fremd. Ich habe zwei Jahre gebraucht, bis ich nach dem Schlaganfall wieder einigermaßen sprechen und sehen konnte. Gewisse Medikamente haben mir sehr geholfen, und dennoch dauerte es fast sieben Jahre, bis sich mein Gedächtnis erholt hatte. Es wird einem der Boden unter den Füßen weggezogen, ich möchte mich jetzt lieber nicht vollständig daran erinnern, da mich das immer noch umhauen kann.“ Harter Tobak!

Rückkehr. Doch Sharon ließ sich nicht unterkriegen und kämpfte. Einen besonderen Krieg führte sie aber auch mit ihrem eigenen Körper, wie sie im Interview gesteht: „Es gab einen Punkt in meinen Vierzigern, an dem ich mit einer Flasche Wein ins Badezimmer ging, die Tür abschloss und sagte: ‚Ich komme erst heraus, wenn ich meinen Körper völlig akzeptieren kann.‘ Ich fing beim Anblick meines leicht alternden Körpers und Gesichts im Vergrößerungsspiegel zu heulen an. Aber man ist nicht ganz machtlos und kann den Prozess enorm verlangsamen, wenn man sich zusammenreißt, diszipliniert isst und viel trainiert.“ 
 
Herzensangelegenheit. Die Mutter von drei Adoptivsöhnen hadert auch mit der Liebe: Nach zwei gescheiterten Ehen versuchte sie als Single („Habe ein fürchterliches Händchen für Männer“) ihr Glück auf einer Dating-App, wo sie von Nutzern als Fake gemeldet wurde. Tja, das Leben folgt eben einem ganz eigenen Drehbuch...