Sex and the City in Wien

Frauenfreundschaft ohne Tabus

Sex and the City in Wien

(c) FerrigatoKönnen Sie - wie die Girls von Sex and the city - mit Ihrer besten Freundin über alles reden? Posten Sie uns Ihre Meinung!

Männer, Sex, Beziehungskisten... Wenn sich Eva Wegrostek undihre besten Freundinnen zum allwöchentlichen „Mädelsabend“ treffen, geht esordentlich zur Sache. Da wird geplaudert und gelacht, beraten und geweint.

„Beiuns gibt es kein Tabuthema“, verrät die österreichische Antwort auf das NewYorker Kleeblatt aus „Sex And The City“. Während Carrie, Charlotte, Samanthaund ­Miranda (zurzeit im lang ersehnten Kinofilm zu sehen) der Feder genialerDrehbuchautoren entspringen, sind die Wiener Beauty-Ärztin und ihre „dreiSeelenverwandten“, Irina Minhard, Silvia Taborsky und Gabriella Paryla mehr alsecht.

Geheimnis wahrer Freundschaft
Vor über zwanzig Jahrenlernten sie sich im Stewardessen-Ausbildungskurs kennen. Und lieben. Seithergehen die vier Power-Frauen zusammen durch dick und dünn. Wie so viele innigeFrauen-Cliquen, die gerade in der Vierer-Konstellation perfekt funktionieren.

Warum, verrät das geniale 40-Plus-Quartett im amüsanten MADONNA-Talk über dasGeheimnis wahrer Freundschaft – in ihrem Stamm-Treff, der Wiener Onyx Bar, beiein paar „Cosmpolitans“ – dem „Sex And The ­City“-Kultgetränk – verstehtsich.

Sie sind seit über 20 Jahren die besten Freundinnen – war esLiebe auf den ersten Blick?
Irina Minhard: Uns hat der Traum von der großen, weiten Weltzusammengeführt!

Eva Wegrostek: Als ich damals in den Schulungsraum gekommenbin, ist mir die Silvia sofort aufgefallen – sie war die Fescheste!

Silvia Taborsky: Echt? Das hast du mir noch nie gesagt!

WEGROSTEK: Natürlich, ich war doch schon immer ein Ästhet.Trotzdem war es unsere Seelenverwandtschaft, die uns zusammengeschweißt hat ...

Gabriella Paryla: und bis heute zusammen gehalten hat. Wirwaren immer offen für alles und könnenüber die selben Dinge lachen.

Wegrostek: Auch – oder vor allem – über uns selbst.

Minhard: Und wir haben Stil!

Paryla: Aber das Wichtigste ist, dass wir immerzusammenhalten und wirklich alles von einander wissen. Wenn eine von unsProbleme hat, rufen sich die anderen drei zusammen und besprechen, wie wirhelfen können. Auch wenn es drei Uhr früh ist. Nur so funktioniert echteFreundschaft.

Viele Frauen-Cliquen zerbrechen im Laufe der Zeit, weil manberuflich und privat andere Wege geht.
Paryla: Es gab schon Phasen, in denen wir uns nicht soregelmäßig und häufig gesehen haben. Aber ganz ist der Kontakt nie abgebrochen.

Wegrostek: Dadurch, dass Gabi und ich relativ zeitgleichKinder bekommen haben, waren wir in dieser Zeit enger miteinander verbunden,als mit den anderen beiden. Ich denke, das ist ganz natürlich. EchteFreundschaften überstehen solche Phasen problemlos. Taborsky: Dafür war ichwiederum Trauzeugin von der Eva, und sie später meine. Und die Gabi habe ichverkuppelt.

Minhard: Glück hat das wohl nicht gebracht – die Ehen gibtes alle nicht mehr (lacht)!

War den Männern Ihre innige Freundschaft etwa zu viel?
Taborsky: Nein, dass Eva, Gabi und ich schon einmalgeschieden sind, hat nichts damit zu tun. Ich denke, ein Mann, der unsereFreundschaft nicht versteht, würde niemanden von uns interessieren.

Minhard: Wer weiß, vielleicht seid Ihr ja der Grund dafür,dass sich mein Mann jetzt scheiden lässt (setzt ein betont bedrücktes Gesichtauf und lacht). Nein, Spaß beiseite. Auch wenn wir viel herumblödeln, hatunsere Freundschaft ja eine sehr ernste Basis. Gerade jetzt, wo es mir wegender Scheidung nach 17 Jahren Ehe wirklich sehr schlecht geht, ­sehe ich, wiewichtig es ist, so tolle Freundinnen zu haben. Und jede der drei ist für etwasanderes „zuständig“. Herrlich.

Wegrostek: Das ist das Tolle daran, nicht nur eine besteFreundin zu haben: Man profitiert von den unterschiedlichen Sichtweisen undArten.

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Gibt es trotz aller Freundschaft auch Tabuthemen zwischen ­Ihnen?
Paryla: Nein, definitiv nicht. Unter diesen acht Augen wirdalles besprochen (lächelt).

Wegrostek: Naja, über ganz intime Details spricht man nicht.Aber wenn einer besonders gut oder schlecht war, berichtet man natürlich schondarüber (lacht).

Minhard: Also wenn es um richtig ernste Probleme geht, rücktman vielleicht nicht immer gleich ganz ehrlich damit raus.

Taborsky: Aber wir kennen uns so gut, dass wir sofortwissen, wenn da etwas im Busch ist. Wir können und brauchen uns nichtsvorzumachen.

Sie alle zählen – wie Carrie und Co. im Film – zur 40-Plus-Generation. Inwiefern haben sichIhr Lebensgefühl und Ihre Freundschaft verändert?
Wegrostek: Beides ist noch viel intensiver als früher. Ichfinde, es hat alles sehr an Qualitätgewonnen.

Minhard: Man ist nicht mehr so „desperate“ (Anm.:verzweifelt) auf der Suche nach etwas – in der Angst, dass die biologische Uhrtickt.

Taborsky: Die ist nämlich eh schon abgelaufen (allelachen).

Apropos – welche Rolle spielt für Sie das Thema Schönheit?
Wegrostek: Für mich als Beauty-Ärztin natürlich eine ganzEssenzielle.

Minhard: Und wir profitieren von Evas Knowhow!

Das heißt, Botox und Co. sind auch kein Tabu?
Minhard: Nein, wir alle stehen auch diesem Thema sehr offengegenüber. Ist doch nichts dabei.

Wegrostek: Gerade ab 40 ist es ganz wichtig, auf sich zuschauen. Wir würden alle nicht so toll aussehen, gäbe es die sanfteSchönheitsmedizin nicht. Viele sagen: Man soll doch in Würde altern ...

Minhard: Verona Pooth hat einmal ganz richtig dazu gesagt:Und welcher Mann geht mit Würde ins Bett? (lacht)

Natürlich sind Sie alle große „Sex and the City“-Fans. Mitwelcher der vier Protagonistinnen identifizieren Sie sich am ehesten?
Wegrostek: Also mir gefällt Carrie am besten. Diese ­Mischungaus der Leichtigkeit des Seins und dem philosophischen Touch finde ich toll.

Minhard: Ich denke – wie wir alle – habe ich von jeder einbisschen etwas. Und Manolos hab ich auch (lacht). Zurzeit würde ich mir aberdas Glück von Miranda wünschen, die ihren Steve wieder zurückbekommen hat. Wäretoll, würde mir das mit meinem „Noch-Ehemann“ auch gelingen...

Paryla: Auch wenn ich heute modetechnisch im Samantha-Lookgestylt bin (lacht) – so eine Frau habe ich eigentlich noch nie kennengelernt.

Taborsky: Stimmt. Also von der Bodenständigkeit bin ich amehesten Miranda. In Sachen Romantik sicher wie Charlotte. Und meinen Mr. Bighabe ich auch schon gefunden – wie Carrie.

Paryla: Der Mr. Big aus dem Film ist ja sehr schnuckelig.

Wegrostek: Mädels, da sind wir uns wieder einmal einig!

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