Nur ein Prozent der Spieler weiblich

Fußball in Österreich

Nur ein Prozent der Spieler weiblich

Anlässlich der EURO 08 kommen auch die Schattenseiten des Fußballs ans Licht: Nur wenige Spielerinnen und mehr Gewalt in der Familie.

(c) sxc
Fußball in Österreich ist fast ausschließlich eine Männerdomäne, von den etwa 600.000 heimischen Kickern sind nur etwas mehr als ein Prozent der Spielerinnen. Im Rahmen der EURO 2008 soll, nach einem Plan von Frauenministerin Bures, der Mädchen- und Frauenfußball nun vor den Vorhang geholt werden.
Das Fußball und Frauen durchaus zusammenpassen zeigt die lange Tradition des Frauenfußballs in Österreich. Bereits 1936 fand die erste Meisterschaft im Frauenfußball statt. Unter dem Motto "Ich steh im Tor und er dahinter" soll es vor den großen Spielen im Juni ein eigenes Mädchen-Fußballturnier mit 32 Mannschaften aus Österreich, Italien, Ungarn und der Schweiz geben. Weitere Aktivitäten wie ein Literaturwettbewerb zum Thema Fußball sind zudem geplant.

Gewalt als Schattenseite
Nicht nur Schlägereien unter Fußballfans kommen rund um große Spiele vor sondern auch die Gewalt in der Familie nimmt während sportlichen Großevents zu. Frustration und Alkohol sind nur einige Ursachen dafür. Die Wiener Frauenhäuser und Beratungsstellen werden sich für die EURO 08 besonders rüsten. Weitere große Themen sind Frauenhandel und Zwangsprostitution, Probleme die verstärkt rund um große Sportveranstaltungen vorkommen.