Monika Vielhaber Nach Gelsenstich im Koma Pink Ribbon Lady

Gute Besserung

Ein einziger Gelsenstich...

...und die Welt steht still. Ganz Österreich bangt um die Pink-Ribbon-Lady Monika Vielhaber, die nach einem Gelsenstich im Koma liegt.

Anderen zu helfen, sich für sie einzusetzen, Gutes zu tun, gehörte stets zu Monika Vielhabers Leben wie ihr einnehmendes Lachen. Jetzt braucht die 44-Jährige selbst Hilfe – denn seit einem Gelsenstich am letzten Sonntag liegt sie im Koma! Die Geschäftsführerin der Firma „AML Handel und Marketing“, die unter anderem die Pink-Ribbon-Produkte zugunsten der Österreichischen Krebshilfe erfolgreich vertreibt, dürfte auf den Insektenangriff allergisch reagiert haben – bis zum MADONNA-Redaktionsschluss konnten weder Ärzte noch Experten exakt feststellen, woran Vielhaber leidet.

Allergie
Feststeht, dass Vielhaber kurz nach einem Waldspaziergang am 18. Juli zusammenbrach. „Sie hat sich zuerst übergeben“, erzählt ihr Lebensgefährte Horst Reeder, der ebenso wie Monika Vielhaber selbst davon wusste, dass sie auf Insektenbisse teilweise allergisch reagieren kann. „Doch bis jetzt war es nie so schlimm“, erklärt Reder, seit 22 Jahren Monikas große Liebe.

Nicht nur er ist zutiefst erschüttert über den plötzlichen Schicksalsschlag. Petra Schimek, Marketing- und PR-Lady und enge Freundin von Vielhaber, gegenüber MADONNA: „Ich bin fassungslos und tieftraurig.“ Wie viele andere ist sie auf der Suche nach Hilfe für ihre Vertraute. „Ich werde Monika in den nächsten Tagen zusammen mit meinem Sohn besuchen. Maxi (11) soll mit ihr sprechen. Sie liebt ihn so wahnsinnig, dass sie vielleicht darauf reagiert. Oder sogar wieder aufwacht.“

© TZ Österreich Wallentin Rene
Monika Vielhaber Viviane Shklarek , Doris Kiefhaber, Jenny und Uschi Fellner
Monika Vielhaber Viviane Shklarek , Doris Kiefhaber, Jenny und Uschi Fellner
× Monika Vielhaber Viviane Shklarek , Doris Kiefhaber, Jenny und Uschi Fellner

Bild: (c) TZ Österreich Wallentin Rene
Ein Bild aus glücklichen Tagen: Monika Vielhaber gemeinsam mit Viviane Shklarek , Doris Kiefhaber, Jenny und Uschi Fellner (v.li.) im Einsatz für Pink Ribbon.

"Sie hört mich!"
Dass die im Koma liegende Monika Vielhaber tatsächlich auf ihre Umwelt reagiert, kann auch ihr ­Lebensgefährte bestätigen. „Wenn ich mit ihr spreche, steigt ihr Puls“, erzählt Horst Reder im MADONNA-Interview. Reders große Hoffnung ist, „dass sich aufgrund der Medienberichte ein Experte meldet, der uns vielleicht helfen kann.“ Denn noch ist diese Form der allergischen Reaktion völlig rätselhaft, zumal Monika Vielhabers Werte laut ihrem Lebensgefährten „tadellos sind“. Dass bereits namhafte Ärzte ihre Hilfe angeboten haben, gibt Horst Reder Hoffnung. So setzte sich etwa auch Professor Paul Sevelda umgehend für Vielhaber ein – steht die AML-Managerin der Österreichischen Krebshilfe wegen ihres Einsatzes für Pink Ribbon doch sehr nahe. Geschäftsführerin Doris Kiefhaber: „Wir hoffen alle, dass Monika bald wieder ganz gesund ist!“ Auch das MADONNA-Team, das Vielhaber gut von der großen Pink-Ribbon-Aktion kennt, bangt und hofft, dass Monika bald wieder strahlend lachen kann.

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Der Lebensgefährte im Interview
'Wer kann meiner Monika helfen?'
Horst Reder sitzt jeden Tag an Monika Vielhabers Krankenbett. Er kann nur bangen, warten und hoffen.

Seit 22 Jahren sind Horst Reder und Monika Vielhaber ein glückliches Paar. Gemeinsam gingen sie schon durch dick und dünn – jetzt kann der zweifache Vater (aus erster Ehe) nur am Krankenbett seiner Lebensgefährtin sitzen. Und hoffen. Hoffen, dass jemand Monika helfen kann. Hoffen, dass seine große Liebe wieder völlig gesund wird. MADONNA sprach, kurz nachdem Monika Vielhaber ins Koma fiel, mit dem unter Schock stehendem Mann. Das Interview.

 

Herr Reder, was denken Sie, wenn Sie am Krankenbett Ihrer Lebensgefährtin sitzen?
Horst Reder:
Ich denke an die vielen schönen Stunden und Jahre, die wir zusammen verbracht haben. Was für ein toller, großer Mensch die Monika ist. Und ich denke immer wieder darüber nach, wie denn so etwas passieren kann?!

Sie waren dabei, als Monika Vielhaber gestochen wurde und zusammenbrach.
Reder:
Ja, es war ein wunderschöner Tag. Wir haben nach dem Geburtstagsessen ihrer Schwester noch einen Spaziergang durch den Wald gemacht. Ich bin weiter hinten gegangen – Monika ist plötzlich stehen geblieben, hat sich auf die Brust gegriffen. Ich wusste sofort, dass irgendetwas nicht mit ihr stimmt.

Sie wussten beide davon, dass sie auf Gelsenstiche allergisch reagieren kann?
Reder:
Ja. Sie ist 1996 schon einmal zusammengebrochen. In den letzten Jahren war es dann Gott sei Dank nicht mehr so schlimm – sie hat sich zwar ab und zu nach einem Stich übergeben, völlig entleert, aber sie hat nicht ihr Bewusstsein verloren.

Waren Sie bei Ihrem Spaziergang mit einem Gelsenschutzmittel eingesprüht?
Reder:
Nein, leider nicht. Ich weiß zwar nicht, ob das geholfen hätte, aber natürlich mache ich mir Vorwürfe. Aber wir hatten nichts dabei und wollten ja auch nur einen ganz kurzen Spaziergang machen.

Wer unterstützt Sie in diesen schlimmen Tagen?
Reder:
Es haben sich schon sehr viele Bekannte und Ärzte gemeldet, die ihre Hilfe angeboten haben. Durch Monikas Einsatz für Pink Ribbon und die Krebshilfe kennen wir ja doch auch viele Leute. Aber bis jetzt hat leider noch keiner konkret helfen können. Man findet den Auslöser nicht. Die Werte und Befunde sind alle tadellos, dennoch liegt Monika völlig reglos da.

Sprechen Sie mit ihr?
Reder:
Ja, sie reagiert auch auf meine Worte. Wenn ich mir ihr rede, steigt ihr Puls. Und ich habe auch das Gefühl, dass sie etwas sagen möchte, aber nicht kann. Ich bin fast den ganzen Tag bei ihr, tupfe ihr Gesicht mit kalten Bauschen ab. Auch ihre Familie kommt immer wieder und spricht mit ihr.

Auch für Monikas Eltern muss das ein furchtbarer Schock sein...
Reder:
Ja, noch dazu haben sie vor einigen Jahren schon eine Tochter auf dramatische Weise verloren. Monikas 35-jährige Schwester starb an einem Gehirntumor. Umso mehr bangen die Eltern jetzt natürlich um Monika.

Momentan können Sie wohl nur hoffen und warten?
Reder:
Ja, es scheint so. Das Einzige, was ich tun kann, ist, öffentlich darüber zu sprechen, nicht um Mitleid zu heischen, sondern um jemanden zu finden, der meiner Monika helfen kann!