Es empfiehlt sich ein kleiner Essplatz

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Kleine Küchen kreativ gestalten

Zu Hause mag es jeder großzügig. Vor allem in der Küche soll es gemütlich sein - hier ist außerdem Arbeit zu tun. Aber auch kleine Küchen haben Vorteile: Das Kochen geht schnell, weil alle Geräte und Zutaten nur einen Handgriff entfernt sind.

Wohnexpertin Katharina Semling empfiehlt selbst in Miniküchen zusätzlich einen kleinen Essplatz einzurichten, auf dem das Weinglas abgestellt oder ein kleines Frühstück serviert werden kann. Denn ob groß oder klein - Kochen und Kommunikation gehören heute zusammen.

Vor dem Kauf von Küchenmöbeln hilft es, sich den Grundriss genau anzusehen und den Raum auszumessen. "Viele Hersteller bieten im Internet 3-D-Programme an, mit denen man die eigene Küche nach Belieben zusammenstellen kann", empfiehlt Kirsten Johanson, Autorin des Ratgebers "Kleine Küche". Dabei sollte genau abgewogen werden, ob große Küchengeräte wie eine Mikrowelle, eine Kühl-Gefrier-Kombination oder ein Geschirrspüler wirklich gebraucht werden.

Wer kreativ ist, kann sich bei der Küchengestaltung Ideen aus dem Alltag holen. "Unkonventionell denken!", fordert Semling. Auch eine verbreiterte Fensterbank kann ein schöner Essplatz werden - entweder auf einem Sitzkissen mit dem Kaffee in der Hand oder als Sitzbank, vor der ein Tisch steht. Diese Idee hat sich die Trendexpertin von Cafés und Imbissen abgeschaut. Auch Klappstühle aus Plastik müssen nicht sein: Stattdessen eignet sich ein schlichter Holzblock - wie in Bibliotheken - als Tritt, der gleichzeitig mit einem farbigen Kissen zum Sitzhocker umfunktioniert wird.

"Auch ein kleines Sofa oder eine Sitzbank schaffen sofort Gemütlichkeit", sagt Semling. Ein Klapptisch an der Wand könne außerdem als Arbeitsfläche oder als Tresen genutzt werden. Bei einer offenen Küche empfiehlt sich ein schwenkbarer Tisch auf Rollen, der bei Bedarf in die Küche hineingedreht werden kann. "In eine schlauchartige Küche passt auch gut eine Bierbank. Und wenn Gäste kommen, wird einfach der passende Tisch dazu aufgestellt."

Für ein offenes und natürliches Licht eignet sich eine Kranzbeleuchtung. Dafür wird an jeder Wand etwa zehn Zentimeter unter der Decke eine Stuckleiste mit integriertem Licht angebracht, erläutert Semling. "Mit einer gewinkelten Latte und einem Lichtschlauch lässt sich das auch selber bauen." Für die Arbeitsfläche sei aber eine punktuelle Beleuchtung unersetzlich. "LED-Lampen lassen sich dafür gut verwenden, weil sie weniger Strom verbrauchen und nicht so schnell heiß werden", rät Expertin Ursula Geismann.

Schrille, bunte Accessoires seien nur in weißen Küchen ratsam, sagt Semling. Ein kleiner Raum sollte schlicht gehalten und immer aufgeräumt sein. "Je mehr rumsteht, desto kleiner wirkt der Raum." Und in kleinen Küchen muss jeder Platz genutzt werden. Ob offene Regale oder besser kompakte Oberschränke als Stauraum dienen, ist allerdings eine Geschmacksfrage. Viele Hersteller bieten inzwischen Oberschränke an, die nicht tiefer als 30 Zentimeter in den Raum reichen, sagt Geismann. "Das wirkt weniger wuchtig."