Kanzlers Liebesgeheimnis

Ganz privat

Kanzlers Liebesgeheimnis

Seit acht Jahren sind Martina und Werner Faymann glücklich verheiratet. Das First Couple im ganz persönlichen Talk.

(c) NiesnerSpontaneität, Vertrauen, Ehrlichkeit sind für Werner Faymann (48) nicht nur die Schlüssel zum politischen Erfolg, sondern wohl auch das Geheimnis seines privaten Liebesglücks, das der Bundeskanzler vor über elf Jahren bei Martina Faymann (41) gefunden hat. Seit acht Jahren führen die Faymanns eine ruhige, erfüllte Ehe – Töchterchen Flora (6) machte die Welt des Paares schließlich vollkommen. Was sie gemeinsam durch dick und dünn gehen ließ, welches Erfolgsgeheimnis hinter ihrer Beziehung steckt und wie der heutige Valentinstag im Hause Faymann begangen wird, verriet das „First Couple“ im ungewöhnlich privaten MADONNA-Talk.

Frau Faymann, rechnen Sie am Valentinstag mit einem kleinen Geschenk oder einer Überraschung von Ihrem Mann?
Martina Faymann:
Unsere kleine Tochter Flora hat am Valentinstag ihre Geburtstagsparty. Ich habe am Nachmittag das Haus voll mit ihren Freundinnen und wir feiern ihren sechsten Geburtstag. Ich hoffe, dass mein Mann die Zeit findet, bei der Party dabei zu sein. Das wäre eine schöne Überraschung für Flora – und mich.

Wie schaffen Sie es, trotz des 90 Stunden-Jobs Ihres Mannes, noch Zeit füreinander zu finden?
Martina Faymann:
Das wichtigste Geheimnis ist, dass man spontan und vor allem flexibel ist. Dann ergeben sich immer wieder Möglichkeiten, dass man Zeit füreinander findet. Aber fixe Abendessen mit meinem Mann auszumachen, ist derzeit nicht möglich. Deshalb führen wir auch viele Gespräche mitten in der Nacht, wenn mein Mann nach Hause kommt.

Werner faymann: Das Geheimnis unserer – und letztlich wohl jeder – Beziehung sind aber auch Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit. Ich werde von meiner Frau oft hart kritisiert. Aber ich schätze das. Ihre Inputs sind mir sehr wichtig.

Martina faymann: Dass ich selbst mit Leib und Seele Politikerin bin, macht es in unserer Ehe natürlich auch einfacher. Ich kann einfach besser nachvollziehen, was zurzeit für meinen Mann wichtig ist, als jemand, der mit Politik gar nichts am Hut hat.

Werner faymann: Aber zum Glück haben wir nicht nur die Politik zum Thema (lacht).

Was beschäftigt denn Martina und Werner Faymann abseits der Politik?
Martina Faymann:
Mein Mann ist zum Beispiel ein ausgezeichneter Koch. Das hat er in Venedig gelernt, wo Werner in einem seiner Lieblingsrestaurants eine Woche lang mitgekocht hat. Seine Spezialität sind Fischgerichte – manchmal überrascht er mich mit einem herrlichen Essen. Zurzeit leider seltener, aber umso mehr freue ich mich darüber, wenn es sich einmal ausgeht.
werner faymann: Ganz wichtig ist uns natürlich auch unsere Rolle als Eltern unserer Tochter.
Ihre Tochter ist mit gerade erst sechs Jahren in einem Alter, in dem sie bestimmt oft nach ihrem Papa fragt.

Werner Faymann: Ja, sie fragt schon öfters nach mir. Ich bemühe mich deshalb auch sehr, dass ich sie zumindest einmal pro Woche in den Kindergarten bringe. Was mir zurzeit leider selten gelingt. Dafür halte ich mich aber an unser Ritual, Flora in der Früh aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. Ich ändere dann immer die Geschichten ab. Das ist ein Sport zwischen uns, ob sie sich die Abänderungen merkt, oder nicht.

Lesen Sie weiter: Wie sich die Faymanns ineinander verliebt haben ...



Frau Faymann, was lieben Sie an Ihrem Ehemann ganz besonders?
Martina Faymann:
Seinen Familiensinn, seinen Humor, seine liebevolle Art mir gegenüber, auch wenn es noch so stressig ist. Und: Dass er ab und zu sogar romantisch sein kann. Werner hat nicht einmal an dem Tag, an dem er zum Spitzenkandidat für die Wahl gewählt wurde, auf unseren Hochzeitstag vergessen!

Und wenn es dann doch einmal Streit gibt?
Martina Faymann:
Dann ist sein Leitsatz, ebenso wie in der Politik: Man soll nicht streiten, sondern Lösungen finden.

Wie haben Sie sich eigentlich ineinander verliebt?
Martina Faymann:
Das erste Mal sind wir uns in der SPÖ-Jugend über den Weg gelaufen. Aber wir sind erst vor elf Jahren zusammen gekommen.

Werner Faymann: Ich habe mich eigentlich Hals über Kopf in meine Frau verliebt. Plötzlich hat es gefunkt.

Was fasziniert Sie an Ihrer Frau bis heute besonders?
Werner Faymann:
Ich mag ihre offene, unkomplizierte Art, aber sie ist auch warmherzig und sensibel. Und optisch liebe ich vor allem ihre Augen.

Ist Venedig, die Stadt der Liebe, nicht umsonst Ihr Lieblingsort, wo Sie geheiratet haben?
Werner Faymann:
Diese Stadt ist meine Leidenschaft. Hier habe ich geheiratet und hier habe ich auch kochen gelernt (lacht)! Einmal im Jahr gönnen wir uns den Luxus, dorthin zu reisen.

Viele Ehen von Politikern und Prominenten leiden unter dem öffentlichen Interesse. Wird es Ihnen auch manchmal zu viel?
Martina Faymann:
Natürlich gibt es ein weinendes Auge. Die neue Position bedeutet natürlich weit weniger Zeit für unsere Familie und für uns. Und man steht immer im Mittelpunkt, selbst bei einem Besuch in Schönbrunn. Das ist vor allem für Flora ungewohnt.

Werner Faymann: Deshalb halte ich auch unser Privatleben und meine beiden Töchter (Anm.: Faymann hat aus erster Ehe eine 17-jährige Tochter) bewusst aus den Medien. Sie haben es nicht verdient, da hineingezogen zu werden.

Haben Sie einen Tipp, wie man sich sein Liebesglück so lange bewahren kann, wie Sie es getan haben?
Martina Faymann:
Eines unserer Geheimnisse ist, dass wir uns Kurzurlaube zu zweit gönnen – da lassen wir unsere Tochter bei den Großeltern. Das ist ganz wichtig für unsere Beziehung. Und wenn sich kein Kurzurlaub ausgeht, begleite ich meinen Mann zu Terminen in den Bundesländern. Damit ich ihn wenigstens ein paar Stunden für mich habe.