Ihr Leben nach dem Brustkrebs

Christina Applegate

Ihr Leben nach dem Brustkrebs

Zur Schönsten der Schönen kürte sie jüngst das „People“-Magazin. Im Interview spricht Christina Applegate offen über ihr Leben nach dem Brustkrebs.

(c) www.pps.at
Jahrelang brachte sie als Kelly Bundy in „Eine schrecklich nette Familie“ ein Millionenpublikum zum Lachen. 2008 erschütterte die Diagnose Brustkrebs das Leben von Hollywood-Star („Samantha, who?“) Christina Applegate (37). Die Nachricht, dass sich die junge Frau daraufhin beide Brüste vorbeugend entfernen ließ, ging um die Welt. Heute, neun Monate nach Bekanntgabe ihrer Heilung und der Brust-Rekonstruktion durch einen plastischen Chirurgen, meldet sich die Beauty wieder zurück.

Im März 2008 erhielten Sie die Diagnose Brustkrebs. Was war Ihre erste Reaktion?

Christina Applegate:
Es war eine Hochschaubahn der Gefühle. Aber es gab keinen Zweifel für mich darüber, was zu tun war! Meine Mutter hatte zweimal Krebs – ich wusste also, wie diese Krankheit „funktioniert“. Ich habe wirklich versucht, möglichst locker mit der Sache umzugehen.

Warum haben Sie sich zur Mastektomie gleich beider Brüste entschieden?

Applegate:
Als man herausgefunden hatte, dass ich ein Gen in mir trage, das das Risiko auf Brust- und Gebärmutterhalskrebs extrem steigert, musste ich diese Entscheidung treffen. Zu 80 Prozent wäre sonst wohl der Brustkrebs bei mir wiedergekommen.

Sie haben sich Ihre Brüste rekonstruieren lassen. Wie fühlen Sie sich heute, wenn Sie nackt vor dem Spiegel stehen?

Applegate:
Es ist hart. Du siehst einfach nicht mehr so aus wie früher. Ein Teil von dir ist weg. Keine Frau, deren Brüste rekonstruiert wurden, sagt: ‚Yeah, ich liebe meine neuen Titten!' Aber du musst sie einfach akzeptieren.

Wie geht Ihr Lebensgefährte, Martyn Lenoble, mit Ihrem „neuen Körper“ um?

Applegate:
Er gibt mir immer das Gefühl, schön zu sein. Er bemerkt es nicht einmal.

Welche Nebeneffekte hat die Rekonstruktion für Sie?

Applegate:
Angenehm ist, dass ich keinen BH mehr zu tragen brauche (lacht). Komisch ist nur das Taubheitsgefühl, das ich habe. Ich würde es nicht einmal spüren, wenn mir etwas aus dem Kleid hängen würde, deshalb frage ich immer meine Begleitung, ob eh alles bedeckt ist (lacht).

Fühlen Sie sich heute reifer?

Applegate:
Ich bin froh, alles durchgestanden zu haben und heute anderen Betroffenen helfen zu können. Und ich bin dankbar, in meinem Lebenspartner einen Menschen gefunden zu haben, der immer für mich da ist und mich zum Lachen bringt!

Ihre erste Ehe mit Johnathon Schaech wurde 2007 geschieden, können Sie sich vorstellen, noch einmal zu heiraten?

Applegate:
Absolut! Ich war immer auf der Suche nach dem perfekten Mann für mich. Erst jetzt habe ich ihn gefunden! Martyn ist ein Engel!

Sind auch Kinder ein Thema?

Applegate:
Natürlich! Ich kann doch nicht ein Leben lang nur meinen Hund und meine Katze „babysitten“ (lacht). Nein, im Ernst: Kinder sind doch etwas Wunderbares – sie sind unsere Zukunft!