Ich bin "Marie Antoinette"

Vita Eilskov

Ich bin "Marie Antoinette"

Unglaublich klingt ihre Geschichte. Und doch fasziniert die Theorie jener Frau, die überzeugt ist, die Reinkarnation von Marie Antoinette zu sein...

Daniela Schimke besuchte Vita Eilskov im Schloss Schönbrunn
Geschichtsträchtig ist nicht nur der Ort, an dem sie wohnt, lebt Vita Eilskov doch direkt im Schloss Schönbrunn mit Blick auf die prachtvolle Gloriette. Hier wollte die gebürtige Dänin, die wegen ihres Berufs als Sängerin vor vielen Jahren nach Österreich übersiedelte, schon Zeit ihres Lebens wohnen. Warum, weiß Vita Eilskov erst seit genau vierzehn Jahren. Bei einer Rückführung mit einem Heiler kam die Künstlerin drauf, dass sie die Reinkarnation von Marie Antoinette (1755 bis 1793) ist. „Deshalb fühle ich mich hier in Schönbrunn, wo ich in meinem früheren Leben meine Kindheit verbrachte, so glücklich“, erzählt die sympathische Autorin des Buchs The Violets of Versailles, in dem sie exakt begründet, warum sie heute „weiß, dass ich tatsächlich einst mit Ludwig XVI. verheiratet war und schließlich den Tod auf dem Schafott fand“.

Optische Parallelen
Dass sie so mancher für verrückt erklärt, wenn er ihre Geschichte hört, kann Vita Eilskov nicht bestätigen. „Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht. Schließlich gibt es viele Menschen, die daran glauben, dass wir alle wiedergeboren werden und schon einmal gelebt haben“, so die Dänin bei unserem Besuch in ihrer Wohnung im Schloss anlässlich ihres Geburtstages Ende Mai. „Ich habe es ja selbst nicht fassen können und mich früher überhaupt nicht mit dem Thema beschäftigt. Erst als ich davon erfuhr, entdeckte ich die Parallelen meines und ihres Aussehens, aber auch in der Liebe zu Rosen, dem Singen und Malen, sowie zu Hunden.“ Dass es 1995 zu jener Rückführung kam, die Vita Eilskovs Leben für immer verändern sollte, „war Zufall“.

Weil sie just in jenem Jahr, in dem sich Marie Antoinettes brutaler Tod durch die Guillotine im Rahmen der Französischen Revolution zum 200. Mal jährte unter extremen Schlafstörungen litt („Ich habe ein ganzes Jahr lang kein Auge zu getan“), empfahlen ihr Kolleginnen, auch einmal Naturheilmethoden auszuprobieren. „Das war im Jahr 1993 – ich hatte keine Ahnung, warum ich nicht schlafen konnte“, erzählt die aufgeweckte Klavier- und Gesanglehrerin, die so zur Esoterik kam. Erst als sie ein russischer Heiler 1995 förmlich zu einer Rückführung „zwang“, ging Vita ein Licht auf.

Am Fallbeil
Seither kann sie sich selbst gut in ihr Leben zwischen Barock und Rokoko zurück versetzen: „Heute weiß ich genau, wie ich damals dachte, fühlte, und was wirklich geschah.“ Ob sie sich denn auch an den 16. Oktober 1793 in Paris zurückerinnere, als die entmachtete Königin Frankreichs zum Fallbeil schreiten musste? „Natürlich. Die Gefühle, die ich dabei empfinde, sind ganz schrecklich. Diese Schmach, dieser Hass der Menschen, furchtbar.“ Für ihre Zukunft als Vita Eilskov wünscht sie sich nur, „dass mein Buch verlegt wird und ich ein langes glückliches Leben habe.“