Bewältigung

Hilfe für Scheidungskinder

31.08.2009

Eine Scheidung oder Trennung ist für alle Beteiligten schwerzu verarbeiten, am meisten leiden jedoch Kinder unter den einschneidendenVeränderungen.

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(c)sxc

Wenn eine Ehe zerbricht, ergeben sich viele Veränderungen,die negative Gefühle mit sich bringen. Vor allem betroffen sind die Kinder,welche in den ersten ein bis zwei Jahren nach dem Auseinandergehen der ElternSchuldgefühle, Depressionen und Trennungsängste entwickeln können.

Scheidungskinder zeigen öfter Auffälligkeiten im sozialenVerhalten und haben häufig Lernprobleme und größere Schwierigkeiten sich zukonzentrieren und sich anzupassen.

Befragungen zufolge beschreiben mehr als 50Prozent der Scheidungskinder ihre Kindheit als schwierig und anstrengend. MancheKinder fühlten sich auch hin- und hergerissen oder hatten das ungute Gefühlzwischen den Eltern vermitteln zu müssen. Gleichzeitig hatten sieoft Schwierigkeiten, die Eltern zu respektieren.

Nicht zwangsläufignachteilig
Eine Trennung muss für betroffene Kinder nicht unbedingt nurNachteile mit sich bringen, oft ist sie der beste Weg für alle Beteiligten, umKonflikte zwischen den Eltern zu beenden und positive Veränderungenherbeizuführen. Darüber hinaus ist auch eine intakte Familie mit klarerRollenverteilung noch längst kein Garant für eine glückliche Kindheit.

Umgang mit Konflikten
Die Art der Eltern mit Konflikten und Problemen der Trennungumzugehen ist ausschlaggebend dafür, wie ein Kind letzten Endes denZusammenbruch der Familie bewältigt. Um Kindern die Bewältigung zu erleichternwäre es ratsam, bereits vor der Trennung einvernehmliche Lösungen zu entwickeln,welche genau auf Alter und Entwicklungsstand des Kindes abgestimmt sind.

Eltern sind Vorbilder

In Trennungs- und Scheidungssituationen ist respektvollesVerhalten aller Beteiligten gefragt.
Eltern haben stets eine Vorbildfunktion und sollten daherden Kindern zuliebe lernen, mit eigenen negativen Gefühlen wie Wut, Trauer,Ängsten und Enttäuschungen, umzugehen. Gleichzeitig sollten sie diese Gefühle auch den Kindern zugestehenund bei der Bewältigung helfen.

Respekt und Regeln
Entscheidend für die Entstehung einer guten Beziehungzwischen Eltern und Kindern sind gegenseitiger Respekt und klar definierteRegeln im Bezug auf die Pflege und Erziehung der Kinder, dieVermögensverwaltung und die gesetzliche Vertretung. Dazu gehören:

  • Klärung der Frage, bei wem die Kinder in Zukunft leben werden.
  • Klare Absprachen zwischen den Familien. Für alle Beteiligten muss klar sein, wer für was zuständig ist und wer worüber bestimmt.
  • Regelung der finanziellen Verantwortung.
  • Kinder brauchen ausreichend Kontakt und Zeit, die sie mit ihrem, nicht im selben Haushalt lebenden Elternteil verbringen können. Auch diese Zeiten sollten genau geregelt sein.

Hilfe für Betroffene
Ausgezeichnete Unterstützung erhalten die betroffenen Kinderund Jugendlichen seit Jahren durch den Verein RAINBOWS. Dort werden in 14wöchentlichen Gruppentreffen unter der Leitung einer qualifiziertenRAINBOWS-Gruppenleiterin wichtige Themen in Zusammenhang mit Trennung/Scheidungaltersgerecht und kreativ bearbeitet.

Mehr Infos auf www.rainbows.at

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