Für Frauen ist Privatleben wichtiger als Karriere

Alle Macht den Frauen?

Für Frauen ist Privatleben wichtiger als Karriere

(c) Justin PumfreyWas Frauen wollen, ist nicht immer, was Männer wünschen. Frauen haben andere Lebensziele als Männer, das beweist jetzt eine von der Personalberatung Lindlpower in Auftrag gegebene Studie mit dem Thema „Wollen Frauen führen?“.

Die von Karmasin Motivforschung durchgeführte Untersuchung zeigt vor allem, dass Frauen „Karriere“ nüchterner als Männer definieren und andere Faktoren als karrierefördernd erachten.

Absage
„Frauen wollen gar nicht im selben Ausmaß führen wie Männer“, so Manuela Lindlbauer, Geschäftsführerin der Personalberatung Lindlpower. „Schon mehrfach musste ich als Personalberaterin Kunden enttäuschen, die Führungspositionen, noch dazu in eher frauenuntypischen Bereichen, aus firmenpolitischen Gründen explizit mit einer Frau besetzen wollten.“

Chance
Dabei könnten Frauen in von Männern dominierten Branchen durchaus Karriere machen und die Führung anstreben. Vor allem im Bereich Finanzdienstleistung und in technischen Berufen.

Andere Prioritäten
Gerade im Hinblick auf ihre Lebensziele wollen Frauen im Beruf etwas anderes als Männer. 43 Prozent der Befragten streben ein zufriedenes Privatleben an, gefolgt von Selbstverwirklichung (37 %) und Wohlstand (37 %).

Ein erfüllender, herausfordernder Job wird von 35 % der Frauen als Lebensziel genannt, das Thema Karriere von 31 %. Bei den Männern hingegen steht die berufliche Karriere im Vordergrund – rund ein Drittel (34 %) nannte dies als Lebensziel. Mit vergleichsweise nur 28 % (versus 43 % bei den Frauen) hat das Privatleben bei Männern einen deutlich geringeren Stellenwert.

Andere Karriere
Die Mehrheit der Frauen versteht unter dem Begriff Karriere eine Führungsposition (47 %), in weiterer Folge auch Selbstverwirklichung (26 %). Für die Mehrheit der Männer bedeutet Karriere die Verwirklichung ihrer Ziele und Träume (39 %).

Fazit: Für Männer ist Karriere ein offensichtlich sehr stark angestrebtes persönliches Ziel, während Frauen weniger Emotionen in den beruflichen Aufstieg stecken. Von einer Führungsposition versprechen sich Frauen vor allem ein höheres Einkommen und mehr Sozialprestige.
Wollen Frauen also führen? Ja, sie wollen. Doch wie die Karmasin-Studie beweist: Nicht um jeden Preis und mit allen Mitteln.
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