Frauen in der Politik Mangelware

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Frauen in der Politik Mangelware

Frauen sind in der Politik immer noch deutlich unterrepräsentiert. Weltweit erreichen nur 20 Länder in ihren Parlamenten einen Frauenanteil von über 30 Prozent, zehn davon liegen in der Europäischen Union. Auch Österreich kann auf einen Frauenanteil im Parlament von knapp einem Drittel verweisen, zeigt eine Studie der EU-Kommission. Mit einer Parlamentarierinnenquote von 32 Prozent liegt Österreich mit Deutschland gleichauf.

Österreich Platz 7
Damit belegt Österreich gemeinsam mit Deutschland innerhalb der EU Platz sieben. Deutlich mehr Frauen können Finnland (42 Prozent), die Niederlande (39 Prozent), Dänemark (37 Prozent), Spanien (36 Prozent) und Belgien (35 Prozent) vorweisen. Spitzenreiter ist Schweden, wo mit 47 Prozent fast die Hälfte der Abgeordneten weiblich ist. Im Schnitt fanden sich im Jahr 2007 EU-weit 24 Prozent Frauen in den nationalen Parlamenten - zehn Jahre früher waren es lediglich 16 Prozent.

Schlusslicht Malta
Innerhalb der EU klafft die Schere in Sachen Frauen und Politik weit auseinander. Schlusslicht ist mit neun Prozent Malta, das damit ebenso viele weibliche Abgeordnete stellt wie die Türkei. In Summe gibt es sieben EU-Mitgliedstaaten, in denen Frauen im Parlament weniger als 15 Prozent ausmachen. Darunter finden sich Tschechien, Irland, Zypern, Slowenien, Ungarn und Rumänien.

Lob für Österreich
Österreich hatte bisher zwar noch kein weibliches Staatsoberhaupt, wird im Bericht der Kommission aber dennoch als lobendes Beispiel herangezogen: Als erstes Land der Welt wurde in der Ersten Republik, nämlich 1927/28 und 1932, eine Frau Präsidentin eines Parlaments - und zwar im Bundesrat die Steirerin Olga Rudel-Zeynek.

Das Europäische Parlament wird derzeit mit Hans-Gert Pöttering von einem Mann geleitet. Auch neun seiner elf Vorgänger seit den ersten Direktwahlen im Jahr 1979 waren Männer. Beide bisherigen Präsidentinnen kamen aus Frankreich: Simone Veil (1979-1982) und Nicole Fontaine (1999-2002).

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