Mein perfekter Tag

Ein perfekter Familientag

01.09.2009

Sonntag- kein Wecker, keine Arbeit, keine Schule. Verzweifelt versucht die Sonne mich mit ihren Sonnenstrahlen zu wecken.

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Aber ich warte damit meine Augen zu öffnen und dann höre ich SIE.
Leise wie auf Samtpfötchen kommt sie an mein Bett, ich stelle mich schlafend und dann höre ich ein leises MAMA. Sag es noch mal denke ich und mache meine Augen immer noch nicht auf und warte dass sie unter meine Decke schlüpft, sich zu mir kuschelt und um dann noch einmal leise Mama zu sagen. Natürlich versuche ich mich zusammen zu reißen und so zu tun als würde ich nicht merken dass sie neben mir liegt. Sie streichelt ganz sanft mein Gesicht und gibt mir ein Küsschen auf die Wange. Ich mache meine Augen auf und sehe in das lachende Gesicht meiner Tochter Hannah. Wir liegen eng aneinander gekuschelt und sie erzählt mir was sie geträumt hat.

Nach einer halben Stunde, wenn der Hunger übermächtig wird, stehen wir auf und machen gemeinsam unser Frühstück. Nach einem langen ausgedehnten Frühstück müssen wir uns natürlich wieder ausrasten den so ein Frühstück kann ganz schön anstrengend sein. Und um nicht wieder einzuschlafen, necken und kitzeln wir uns gegenseitig. Ihr Lachen ist so wunderschön und aus vollem Herzen, einfach wunderbar.

Nachdem gemeinsamen Zähneputzen und „schön machen“, ziehen wir uns an und fahren mit dem Rad bei strahlendem Sonnenschein zum Garten meiner Eltern. Dort angekommen verwandelt sich meine siebenjährige Tochter in eine kleine Supergärtnerin. Ab zum Geräteschuppen um sich mit Handschuhe, Schaufel und Spaten zu bewaffnen und mit Oma im Garten herumzuwuseln. Opa und ich dagegen sitzen im Gartensessel und schauen ihnen mit Begeisterung zu. Zwischen durch werden wir von Opa mit gegrillten Würstchen und Steaks verwöhnt um danach wieder meiner Tochter zuzusehen, wie sie sich mit einem Marienkäfer unterhält um ihn dann auf einer Blume auszusetzen, aber nicht bevor er mit einem klingenden Namen wie Hugo oder Willi getauft zu werden.

Zum Nachmittagskaffee trifft dann mein Bruder mit seiner Familie ein. Meine Nichten Nina und Marie werden sofort von meiner Tochter in Beschlag genommen. Mit „4 Gewinnt“ oder Federball wird der Nachmittag von den 3 Mädels verbracht, während wir Erwachsenen über Gott und die Welt diskutieren. Am späten Nachmittag machen wir uns gemeinsam auf den Heimweg. Der Gartenstaub wird mit einem warmen, gut riechenden Bad wieder abgewaschen, um anschließend auf der Couch müde unter der Decke zu kuscheln. Kurz bevor mein kleiner Gartenzwerg im Land der Träume verschwindet, erzähle ich ihr noch eine Gutenachtgeschicht von einem kleinen Mädchen und ihren Abenteuern.

Mit einem großen Dankeschön an den lieben Gott für diesen perfekten Tag und einem dicken Kuss schläft meine kleine Maus ein. Wenn ich dann bevor ich schlafen gehe noch einmal ins Kinderzimmer gehe und in das friedlich schlummernde Gesicht meiner Tochter schaue und ihr einen letzten Kuss auf ihren kleinen Fuß der unter der Decke hervorlugt, gebe, geht auch für mich der perfekte Tag zu Ende.

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