Die neue First Lady der Herzen

Jill Biden

Die neue First Lady der Herzen

Die Welt ist gerührt von Jill Biden, die an der Seite ihres Ehemannes Joe den US-Wahlkampf aufmischte: ihre Story, ihr Stil, ihr Schicksal. 

Das Duell zwischen Donald Trump (74) und Herausforderer Joe Biden (77) um das Amt des US-Oberhaupts war nichts für schwache Nerven – die beiden lieferten sich bis zuletzt ein unfassbares Kopf-an-Kopf-Rennen. Eine, die neben dem vermutlich 46. US-Präsidenten als große Gewinnerin hervorgeht, ist Joes bessere Hälfte und größte Unterstützerin: Jill Biden (69) kann Amerika als besonders einfühlsame und gebildete First Lady prägen – doch wer ist die Lehrerin, die dem wohl nächsten Präsidenten mittels Liebe das Leben gerettet hat?
 
Schicksal
Jill Tracy Jacobs wurde am 3. Juni 1951 in New Jersey geboren und wuchs als älteste von fünf Töchtern eines Bankiers sowie einer Hausfrau in Pennsylvania auf. 1970 heiratete sie Bill Stevenson, die Trennung erfolgte 1974. Als Studentin lernte sie 1975 Joe Biden kennen – es war ein Blind Date, das dessen Bruder Frank organisierte. Der Politiker war damals am Boden zerstört, weil er 1972 seine Jugendliebe und Ehefrau Neilia Hunter († 30) sowie Tochter Naomi († 1) bei einem Verkehrsunfall verloren hatte. Jills „Liebe, Verständnis und die kleinen Gesten der Güte“ retteten Joe aus seinem Tief und gaben ihm neuen Lebensmut: Am 17. Juni 1977 heiratete das Paar, Tochter Ashley wurde 1981 geboren – Mama Jill nahm eine zweijährige Karrierepause. Sie stand ihrem Mann auch bei, als dessen Sohn Beau († 46) 2015 an einem Gehirntumor starb. 
 
Herz
Die 69-Jährige, die über Doktor- und Mastertitel verfügt, werkte als Englischlehrerin aus Leidenschaft und engagiert sich in ihrer Brustkrebsstiftung oder anderen sozialen Projekten. Als ihr Ehemann von 2009 bis 2017 Barack Obamas Vizepräsident war, machte sie sich als Second Lady für die Bildung stark. Jill und Joe pflegen gute Kontakte, u. a. zu Prinz Harry. Lustig: Die 69-Jährige studierte ursprünglich Mode – jetzt überzeugt die Blondine mit unaufgeregtem, aber zeitlos-klassischem Styling. Und: Sie begeistert mit leidenschaftlichen Reden die US-Bürger, steht dabei immer voll und ganz hinter ihrem Traummann Joe. Ein Sieg für die Liebe! 

Abschied
Die Amtsübernahme des neuen Präsidenten und seiner First Lady bedeutet also nicht nur den Abschied von Trump, sondern auch von dessen Ehefrau Melania. Sie galt als zurückhaltender Augenschmaus an der Seite des 74-Jährigen, trat aber gerne ins Fettnäpfchen: Auf den jüngsten „Melania-­Tapes“ lästerte sie über Weihnachtsdekorationen im Weißen Haus, ihr negatives Image oder Migrantenkinder. Die 50-Jährige war immer perfekt gestylt und blieb im Hintergrund. Für einen Skandal sorgte ein umstrittener Grenzbesuch, wo sie ihre Motz-Jacke mit den Worten „I really don’t care, do you?“ (auf Deutsch: „Es ist mir wirklich egal, und dir?“) trug. Wer weiß, ob sie das Abdanken wirklich so kaltlässt …