Die 3 besten Methoden zur ­Beeinflussung der Regel

So kann ich die Periode timen

Die 3 besten Methoden zur ­Beeinflussung der Regel

In früheren Kulturen wurde die Periode als Auszeit angesehen. Sie wurde von den menstruierenden Frauen dazu genutzt, positive Energie aufzunehmen. In der heutigen Zeit bedeutet die Menstruation jedoch für viele Frauen nur eine Einschränkung oder sogar eine Qual. Ein Rückzug wird auch weder gesellschaftlich anerkannt, noch von den Frauen gewünscht. Neue Energie tanken möchte man lieber im Urlaub oder in der Freizeit mit den Liebsten. Doch was macht man, wenn die Periode kurz vor dem Urlaub bevorsteht oder die Blutung sehr stark und energieraubend ist?
Entlastung. Es gibt spezielle Methoden, wie man die Menses vorziehen oder verkürzen und die Blutung reduzieren bzw. hemmen kann.

Mit welchen Rezepten und Tipps das gelingt, erfahren Sie hier

Blutung reduzieren/hemmen TEM-Rezept

Wirkung:
Bei zu lang anhaltenden Blutungen kann man die Periode mit den unten stehenden Kräutern verkürzen bzw. die Blutung reduzieren, um Eisenmangel und Schwäche vorzubeugen. So reguliert man den Blutfluss und füllt den Eisenspiegel wieder auf.

Zutaten:
Tropfen: Blutwurz, Eichenrinde, Frauenmantel, Hirtentäschel und Schafgarbe

Zubereitung:
Tropfenmischung aus Blutwurz, Eichenrinde, Frauenmantel, Hirtentäschel und Schafgarbe zu gleichen Teilen mischen. Drei bis fünf Mal täglich 20 Tropfen mit wenig Wasser verdünnt einnehmen. Tropfenmischung aus Blutwurz, Eichenrinde, Frauenmantel, Hirtentäschel und Schafgarbe zu gleichen Teilen mischen. Die Tropfenmischung sollte 1–2 Tage vor dem Beginn der Menstruation, in jedem Fall aber bei Beginn gleich eingenommen werden.

Gut zu Wissen:
Auch eine Teemischung kann zur Blutflusshemmung konsumiert werden: Eichenrinde, Hirtentäschel, Schafgarbe, Blutwurz zu gleichen Teilen mischen; 1 Teelöffel mit 200 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, 2–3 Tassen am Tag trinken. Die Mischungen sollten nicht länger als zehn Tage eingenommen werden, da die enthaltenen Gerbstoffe stopfend wirken können.

Rezept von  Apothekerin und Besitzerin der Apotheke zur Gnadenmutter, Mag. Pharm. Dr. Angelika Riffel. www.zurgnadenmutter.at

Menstruation verkürzen - TCM-Rezept

Wirkung:
Laut TCM können eine Nieren-Qi- und eine Blutschwäche einen langen Menstruationszyklus verursachen. Durch eine zehntägige Kräuterkur baut man wieder Nieren-Qi und Blut auf, kann einer Schwäche auf diese Weise entgegenwirken und die Periode verkürzen.

Zutaten:
Jeweils 10 g Huang Qi (Astragalus Wurzel), Dang Shen (Glockenwindenwurzel), Shan Yao (Yamswurzel), Ling Zhi (Reishi Pilz), Lian Zi (Lotus Samen), Tu Si Zi (Teufelszwirnsamen), Du Zhong (Guttapercharinde), Bu Gu Zi (Asphaltkleefrucht)

Zubereitung:
Die Kräuter in der Apotheke besorgen. Jeweils 10 g in einem Topf und in 3/4 Liter Wasser 40 Minuten lang kochen, danach abseihen, und über den ganzen Tag verteilt trinken. Der Tee kann ein zweites Mal gekocht werden. Behandlungsdauer: sieben bis zehn Tage.

Gut zu Wissen:
Die Teekur sollte nach der Menses, vor dem Eisprung erfolgen.

Rezept von TCM-Expertin Shi Shun Wen, Onno-Klopp-Gasse 8/6,1140 Wien, www.tcm-austria.com

Menstruation vorziehen - TCM-Rezept

Wirkung:
Die ausgewählten Kräuter bewegen das Blut und lösen den Blutstau auf, dadurch kann die Menstruation früher eintreten.

Zutaten:
Shi Chang Pu (Grasblättriger Kalmus), Mu Xiang (Alantwurzel), Yu Jin (Kurkumaknolle), Chuan Xiong (Liebstöckel), Dan Gui (Engelwurz), Lu Lu Tong (Amberbaumfrüchte), Yan Hu Suo (Lerchenspornwurzelstock), Mu Dan Pi (Strauchpäonienwurzelrinde)

Zubereitung:
Die Kräuter in der Apotheke besorgen. Jeweils 10 g in einem Topf und in 3/4 Liter Wasser 40 Minuten lang kochen, danach abseihen und über den ganzen Tag verteilt trinken. Der Tee kann ein zweites Mal gekocht werden. Behandlungsdauer: sieben bis zehn Tage.

Gut zu Wissen:
Die Teekur sollte nach der Menses und vor dem Eisprung erfolgen.

Rezept von TCM-Expertin Shi Shun Wen, Onno-Klopp-Gasse 8/6,1140 Wien, www.tcm-austria.com

Frage an die Gynäkologin

Timing mit Hormonen: Wir haben bei Dr. Christine Chung, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe nachgefragt

Welche Möglichkeiten gibt es mit künstlichen Hormonen, wie z. B. der Pille, die Menstruation zu verschieben? Und worauf muss ich mich einstellen?
Dr. Chung:
Mit Hormonen kann man die Periodenblutung hinauszögern. Die Einnahme von Hormonen bedeutet immer ein Eingreifen in den weiblichen Zyklus. Durch das Zuführen von Östrogenen und Gestagenen wird dem Körper eine bestimmte Richtung vorgegeben und die körpereigene Produktion gehemmt. Das wird von manchen Frauen besser vertragen. Manche reagieren jedoch mit Übelkeit oder Kopfschmerzen. Ich empfehle eine genaue Anamnese, um die Situation einzuschätzen. Auf jeden Fall sollte es unter ärztlicher Kontrolle stattfinden. Wenn die Patientin die Pille einnimmt, könnte sie die Einnahme einfach im Langzyklus fortsetzen. Viele Frauenärzte empfehlen bereits unabhängig von der Sommerzeit die Einnahme im Langzyklus. Die Vorteile sind ausbleibende Blutungen und daher ein reduzierter Blutverlust. Das bedeutet, eine zweite Packung anzufangen, ohne die gewohnte Pause zwischen den Einnahmen einzuhalten. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Blutung mit Progesteron zu verschieben. Allerdings muss man da bereits einen Monat davor daran denken.

 

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