"Ich bin angekommen!"

Austro-Star Valerie Huber erobert die Welt – und öffnet in MADONNA ihr Herz

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Sie zählt zu den spannendsten Gesichtern der heimischen Schauspielszene: „Kitz“-Star Valerie Huber plaudert in MADONNA über Leben, Heimat – und ihren Verlobten Paul Pizzera.  Interview: Manuela Tiefnig

Sie ist talentiert, jung – und Leben & Liebe bieten viel Stoff für eine Verfilmung: Valerie Huber wurde 1996 in Wien geboren, lebte u. a. in Uganda und war 2014 Miss Earth Austria.

Erfolgreich. Doch die Schauspielerei hatte es ihr angetan: So werkte sie etwa 2007 in „Tom Turbo“, letztes Jahr trumpfte sie in „Klammer“ (am 29. 1. auf ServusTV und am 5. Februar auf ORF 2, jeweils um 20.15 Uhr) auf der Leinwand auf – jetzt mischt Huber die Netflix-Sause „Kitz“ auf. Schlagzeilen machte die 26-Jährige aber vor allem mit ihrem privaten Glück: Nach dem Liebes-Outing mit Musiker Paul Pizzera (das Paar lernte sich beim Videodreh kennen) kam jetzt im Afrika-Urlaub der Antrag! In MADONNA spricht Huber über die Verlobung, Donauwalzer und große Schritte mit noch größerer Bedeutung.

Was bedeutet Glück für Sie?
Valerie Huber:
Glück ist immer eine Momentaufnahme und kann kein permanenter Zustand sein. Glück hat, denke ich, viel mit Dankbarkeit zu tun. Ich bin für wahnsinnig viel in meinem Leben dankbar und versuche es mir so oft wie möglich vor Augen zu halten, wie privilegiert ich bin. Glück empfinde ich bei meinen Liebsten, nach dem Sport, nach einem beruflichen Erfolg und natürlich während eines guten Essens! (lacht)

Corona verlangt uns auch nach zwei Jahren viel ab. Wie hat sich die Pandemie auf Ihr Leben ausgewirkt?
Valerie Huber:
Ich habe mich durch Corona mehr mit mentaler Gesundheit beschäftigt als zuvor. Ich glaube, dass sich die Pandemie auf jeden Fall auf unsere Psyche ausgewirkt hat. Es ist nicht leicht, mit so viel plötzlicher Unsicherheit umgehen zu müssen. Auf der anderen Seite war ich sehr privilegiert, während der Pandemie mehr oder weniger „normal“ arbeiten zu können.

Sie wurden in Wien geboren, wuchsen u.a. in Uganda auf und lebten auch in den USA. Wo fühlen Sie sich zuhause – bzw. was bedeuten Zuhause und Heimat für Sie?
Valerie Huber:
Das konnte ich lange nicht definieren. Ehrlich gesagt fühle ich mich schnell überall zuhause. Als Kind war lange Zeit sicherlich Afrika mein Zuhause. Mittlerweile ist es aber schon Österreich: Jedes Mal, wenn ich mit der AUA lande und den Donauwalzer höre, bekomme ich ein Gefühl von Heimat. Unser Lebensstandard, die Sicherheit und das gute Essen sind bei uns einfach unschlagbar! Obwohl die politische Landschaft auf jeden Fall noch viel Luft nach oben hat! (lacht)

Haben Sie Verbindungen zu Kitzbühel und dem schicken Leben, wie in der Serie?
Valerie Huber:
  Null! Ich war vor dem Dreh noch kein einziges Mal in Kitzbühel, aber natürlich ist es wunderschön! Dennoch finde ich die Diskrepanz zwischen der Schickeria und den Einheimischen schon erschreckend.

In der Serie spielen Sie Influencerin ­Vanessa. Was halten Sie von Social Media und wo sehen Sie Vor- bzw. Nachteile?
Valerie Huber:
Social Media ist natürlich nicht nur negativ, dennoch hat es heutzutage immer mehr verheerende Folgen. Ich finde es problematisch, dass jungen Menschen ein falsches Schönheitsideal und Wertesystem vermittelt wird, mit dem sie sich vergleicht. Der Druck steigt und man möchte Teil dieser scheinbar so perfekten Welt sein – dabei ist alles nur Geldmacherei. Es wäre schön, wenn wir alle wieder mehr Wert auf ein entschleunigtes, ­weniger oberflächliches Leben abseits unserer Smartphones legen könnten.

Auf Social Media positionieren Sie sich auch politisch: Wie wichtig ist es für Sie, Ihre Bekanntheit für Botschaften zu nützen?
Valerie Huber
: Ich schaffe es zwar nicht immer, aber ich versuche hin und wieder meine politische Meinung zu tagesaktuellen Themen auf meinen Social-Media-Kanälen mitzuteilen. Ich finde es heutzutage wichtig, Farbe zu bekennen und ­politisch zu sein. Es gibt genug Desinter­esse – dabei wäre es so wichtig, sich zu positionieren und für Themen wie soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz oder Flüchtlingspolitik einzustehen.

Wie privat kann man in Zeiten von Social Media leben, vor allem als bekannte Schauspielerin? Wo ziehen Sie Grenzen?
Valerie Huber:
Ich habe tatsächlich letzte Woche das erste Mal ein privates Bild mit meinem Partner gepostet. Ich habe davor meist versucht, das Berufliche und Private stark zu trennen.

Apropos privat: Ihr Liebesouting mit Ihrem Freund Paul Pizzera sorgte für hohen Wellengang. Hat Sie das überrascht?
Huber:
Darüber habe ich mir ehrlich gesagt wenig Gedanken gemacht. Es war eher ein großer Schritt für uns beide, so etwas öffentlich zu machen, da wir das zuvor nie wollten.

Jetzt sind Sie verlobt: Wie überraschend kam der Antrag im Heißluftballon – und was schätzen Sie an Ihrem Partner?
Valerie Huber
:  Es war sehr überraschend! Ich kann nur sagen, dass ich angekommen bin und mir keinen besseren, liebevolleren, aufmerksameren Partner wünschen könnte. Er übertrifft täglich jegliche Erwartung.     

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