Corona-Krise

Armani produziert Schutzkleidung für Ärzte

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Italienische Modegruppe krempelt Produktion um und produziert Ausrüstung für Sanitäter

In Zeiten der Coronavirus-Krise stellen auch die klangvollsten Namen der italienischen Luxusindustrie ihre Produktion um. So startet die Modegruppe Armani mit der Herstellung von Schutzmänteln für Sanitäter. Produziert werden die Schutzmäntel in vier Fabriken, in denen bisher Jacken entstanden, berichteten italienische Medien. Modepapst Giorgio Armani, der bereits zwei Millionen Euro für das öffentliche Gesundheitssystem gespendet hat, dankte in den letzten Tagen mit einem Inserat in den prominentesten Tageszeitungen des Landes den im Kampf gegen die Epidemie engagierten Sanitätern. "Ich bin euch nahe, euer Engagement ist bewegend", schrieb Armani.

Maßnahmen in der Branche

Der Mailänder Luxuskonzern Prada hat diese Woche mit der Produktion von 80.000 Arztmänteln und 110.000 Atemschutzmasken für die Sanitäter der Region Toskana begonnen. Das Material wird in einer Prada-Fabrik nahe Perugia hergestellt. Auch der Strumpfwarenhersteller Calzedonia gab bekannt, einige seiner Werkstätten zur Produktion von Atemschutzmasken zu nutzen. Seit Montag werden täglich 10.000 Masken produziert. Die Zahl soll nach Angaben des Unternehmens noch erhöht werden. Auch die italienische Textilgruppe Miroglio, die für ihre Mode im gehobenen Segment bekannt ist, verzichtet in diesen Tagen auf Kleiderproduktion und stellt Mundschutzmasken her. 10.000 Masken wurden dem italienischen Zivilschutz bereits geliefert, die Produktion soll in wenigen Tagen auf 600.000 aufgestockt werden. Eine Million Mundschutzmasken wurden bei dem Unternehmen inzwischen bestellt. Auch der Autobauer Fiat Chrysler (FCA) stellt inzwischen in Italien Atemschutzmasken her. Die Produktion soll in einigen Wochen auf eine Million Atemschutzmasken aufzustocken.

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