Wie die Corona-Krise Familien trifft

"Work-Life-Imbalance"

Wie die Corona-Krise Familien trifft

Corona bringt auf unterschiedlichsten gesellschaftlichen Ebenen Herausforderungen mit sich. Dass Rekordarbeitslosigkeit und Kurzarbeit sich negativ auf das Familienbudget auswirken, scheint zwar auf der Hand zu liegen, wurde vergangene Woche durch eine Erhebung des Think Tanks Momentum Institut jedoch belegt. 
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Zudem haben Eltern ihre Arbeitszeit im Durchschnitt um fast 10 Stunden reduziert bzw. reduzieren müssen. Frauen reduzierten um ein Drittel, Männer um ein Viertel. „Jeder fünfte befragte Elternteil arbeitet nun häufiger frühmorgens, abends oder am Wochenende, jeder zehnte sogar nachts, um trotz Kinderbetreuung Zeit für Erwerbsarbeit zu finden“, erklärt Barbara Blaha, Leiterin des Momentum Instituts. Als Konsequenz empfiehlt das Team des Think Tanks ein Maßnahmenpaket, um Familien zu entlasten: So sollen Betreuungseinrichtungen im Sommer durchgehend geöffnet bleiben, ein Rechtsanspruch auf Corona-Teilzeit mit Lohnausgleich während Schulschließungen eingeführt werden und ein bezahlter Sonderurlaub helfen, die Betreuung im Sommer zu meistern. Nicht zuletzt seien die Bedürfnisse von Kindern und Eltern auch bei einer gesundheitspolitischen Abwägung zu berücksichtigen – gerade im Verhältnis zu anderen Gesellschafts- bzw. Wirtschaftsbereichen.
 
Belastende Corona-Maßnahmen
Jeder zweite unter Druck
Wie eine vergangene Woche veröffentlichte Untersuchung von SORA und des Momentum Instituts aufzeigt, sind Österreichs Familien durch die Corona-Krise stark belastet. So hieß es aus jedem zweiten Haushalt mit mindestens einem Kind unter 15 Jahren, dass die Belastung sehr hoch sei. Bei Müttern sogar deutlich häufiger als unter Vätern. 15 % aller Eltern in Doppelverdienerhaushalten müssen ihre Kinder teils unbetreut zu Hause lassen. In Haushalten, in denen beide Elternteile auswärts arbeiten müssen, sagt jede/r Dritte, dass das Kind zumindest einen Teil des Tages alleine zu Hause verbringt.
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Studien 
Für die repräsentative Studie wurden von 14.–22. April österreichweit 524 Eltern von Kindern unter 15 Jahren befragt.
 

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