Schweinegrippe - MedUni Wien rät zu Impfung

Schweinegrippe - MedUni Wien rät zu Impfung

Dieser Aufruf richte sich auch an Ärzte, die damit ihre Patienten vor einer Ansteckung schützen würden. Für die Impfung sprechen laut MedUni Wien Studien aus Australien und Neuseeland: Diese weisen darauf hin, dass mit einer signifikant erhöhten Belastung intensivmedizinischer Einrichtungen zu rechnen ist, betonten die MedUni Wien. Weltweit erhobene Daten würden zeigen, dass bei etwa 30 Prozent aller schwer erkrankten Personen und Todesfälle keinerlei Grunderkrankung vorgelegen hätten. Die Symptomatik sei mit jener der saisonalen Grippe vergleichbar, allerdings würden in einem höheren Prozentsatz gastrointestinale Symptome auftreten. Ein wesentlicher Unterschied bestehe in der Altersverteilung, die deutlich in Richtung jüngerer Menschen verschoben sei.

Auch die Sicherheit der Impfung sei gegeben: Zum bereits 2008 zugelassenen, ident produzierten "Schwestern"-Impfstoff gegen die Vogelgrippe (H5N1) habe man Studien an mehreren tausend Probanden durchgeführt. Markus Müller, Vorstand der Uniklinik für Klinische Pharmakologie, der an den ersten klinischen Untersuchungen der Schweinegrippe-Vakzine beteiligt war: "Bisher liegen kontrollierte Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten an mehreren hundert Probanden nach zweimaliger Impfung vor. Die Nebenwirkungen entsprechen jenen, die auch bei üblichen Influenzaimpfungen beobachtet worden sind. Man kann daher davon ausgehen, dass Wirksamkeit und Sicherheit des in Österreich empfohlenen Impfstoffes sehr hoch sind."

"Schwangeren ab der 15. Schwangerschaftswoche wird die Impfung empfohlen. Die bisherige Datenlage zeigt, dass die Impfung auch in der Schwangerschaft sehr gut vertragen wird und die Nebenwirkungen nicht anders sind als bei den seit Jahren in der Schwangerschaft empfohlenen und angewendeten Influenzaimpfstoffen", betonte Herbert Kiss von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde. "Bei Frauen, die in Unkenntnis einer bestehenden Schwangerschaft in den ersten 14 Wochen geimpft wurden, besteht kein erhöhtes Risiko für Mutter und Fötus."

"Gerade junge Menschen sind von der Erkrankung eher betroffen als Erwachsene", riet Arnold Pollak, Vorstand Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, zur Impfung bei Minderjährigen. "Durch vermehrt soziale Kontakte ist das Ansteckrisiko bei Kindern weitaus höher."

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