Impfung bei Gesundheitspersonal geht langsam voran

Impfung bei Gesundheitspersonal geht langsam voran

In Wien haben sich bis 30. Oktober rund 100 von 32.000 Mitarbeitern des Krankenanstaltenverbundes (KAV) gegen das H1N1-Virus impfen lassen. Die Impfaktion für das städtische Spitalpersonal läuft seit 26. Oktober.

Insgesamt wurde der KAV mit rund 10.000 Einheiten des Impfstoffs beliefert. Auch in anderen Bundesländern gibt es keinen wirklichen "Run" auf die Impfung: In der Steiermark sind bis 30. Oktober 203 Ärzte und anderes Personal aus dem Gesundheitsbereich immunisiert worden, hieß es seitens der Steirischen Gebietskrankenkasse (GKK). 37 weitere Personen ließen sich am 2. November in der Landessanitätsdirektion in Graz eine Spritze verabreichen. Dort hieß es, dass der Zulauf im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich gestiegen sei. Noch keine Impfdaten liegen von den Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaften (KAGes) vor, doch auch dort soll in dieser Woche mit der Impfung begonnen werden.

Im Burgenland sind laut Gesundheitsreferat mittlerweile 449 Angehörige des Gesundheitspersonals immunisiert worden. Bisher seien sämtliche Verläufe der Schweinegrippe zum Glück sehr leicht, so ein Sprecher von Gesundheitslandesrat Peter Rezar (S). Derzeit gebe es keinen Krankenhausaufenthalt, von der Grippe Betroffene könnten sich in häuslicher Betreuung auskurieren.

Steigendes Interesse erwartet

In Oberösterreich haben sich 3.500 Angehörige des Gesundheitspersonals zu einer Impfung angemeldet. Wie viele von ihnen diese bereits hinter sich haben, könne man nach der ersten Stichprobe am 5. November sagen, so Landessanitätsdirektor Stefan Meusburger. Nachdem die Erkältungssaison bereits begonnen hat, rechne er mit einem steigenden Interesse. Es bestehe allerdings kein Grund zur Hysterie, beruhigte er. In Oberösterreich wurden bis 2. November rund 90 Fälle der sogenannten Schweinegrippe bestätigt, im Krankenhaus musste niemand behandelt werden.

An der Uni-Klinik Innsbruck werden es bis zum Abend 270 Geimpfte sein, so die Einschätzung in Tirol. Es gibt dort 1.000 Ärzte, hinzu kommen Krankenschwestern und Pfleger. In Tirol wurden vom Land am Montag 18 neue nachgewiesene H1N1-Fälle mit mildem Verlauf gemeldet. Insgesamt gab es damit in dem Bundesland bisher 61 Erkrankungen. Nach einwöchiger Schulsperre nahm die Landwirtschaftliche Lehranstalt Lienz am 2. November den regulären Schulbetrieb wieder auf. Derzeit seien keine Neuerkrankungen von Schülern dieser Einrichtung bekannt, hieß es. Die meisten Neuerkrankungen gab es allerdings im Raum Lienz, wo elf der 18 Fälle registriert wurden.

In der Stadt Salzburg haben sich laut der Ärztekammer seit 27. Oktober zwischen 30 und 50 Prozent der 1.000 niedergelassenen Ärzte und des Ordinationspersonals impfen lassen. In den Salzburger Landeskliniken (SALK) wurden von 23. Oktober bis 30. Oktober 217 Mitarbeiter geimpft, das sind rund fünf Prozent des insgesamt 4.800 Personen umfassenden medizinischen Personals.

Verzögerungen durch Herbstferien

In Vorarlberg gibt es noch keine offiziellen Zahlen zu Impfungen. Insgesamt gingen laut einer APA-Umfrage bis 2. November rund 200 Anmeldungen für die Immunisierung an den Vorarlberger Spitälern und bei den Impfärzten in den Sanitätssprengeln ein. Laut Angaben der VGKK wurden insgesamt 3.500 Dosen Impfstoff ausgeliefert. Im Ländle zählte man seit Ausbruch der Krankheit 29 Infizierte, informierte Landessanitätsdirektor Elmar Bechter. Eine erkrankte Person wurde laut Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) am 30. Oktober am Landeskrankenhaus Bregenz in eine Normalstation aufgenommen. Einen problematischen Verlauf nehme die Erkrankung bisher bei niemandem. Die Mediziner, die in den Sanitätssprengeln als Impfarzt zugeteilt sind, berichteten bedingt durch die Herbstferien vergangene Woche von Verzögerungen bei den Anmeldungen.

In Niederösterreich gibt es erst ab Ende dieser Woche einen Überblick über die bisherigen Impfungen. Auch Kärnten will die Beteiligung erst ab 9. November bekanntgeben. Patienten mit einem problematischen Krankheitsverlauf, die im Spital behandelt werden müsse, gebe es derzeit nicht, hieß es dort am 2. November.

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