10 Tipps, wie Sie die Welt verbessern können

Mehr Nachhaltigkeit im Alltag

10 Tipps, wie Sie die Welt verbessern können

D er längste und heißeste Sommer seit Jahren hinterlässt nicht nur viele tolle Urlaubserinnerungen, sondern auch ein unheimliches Gefühl zurück.  Diese Hitzeperioden, genau wie andere Naturkatastrophen in weiten Teilen der Welt, machen den Klimawandel unübersehbar.     
 
Konsequenzen. Das Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, ist mit den jetzigen Methoden fast nicht mehr zu erreichen, so der UN-Weltklimarat. Es braucht drastischere und teurere Maßnahmen. Doch während die Politik versagt, liegt es eben an den Verbrauchern, umzudenken und Veränderungen zu setzen. MADONNA präsentiert zehn Tipps,  um unser Klima und dementsprechend auch unsere Welt, wie wir sie heute kennen, zu schüzen.   
 

1. Energie sparen

Stecker ziehen. Stromverbrauch ist nicht nur eine Last für das Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt. Deshalb Ladegeräte ausstecken, wenn man sie länger nicht braucht, Licht aus, wenn man einen Raum verlässt und das Smartphone nicht die ganze Nacht durchladen lassen, wenn der Akku ohnehin schon fast voll ist. Am besten man kauft sich Verteilerleisten (Mehrfach-Steckdosen) mit Ausschaltknopf, den man auch jedes Mal betätigt, wenn man die Wohnung verlässt oder schlafen geht. Denn: Stand-by kostet! Des Weiteren: Wer die Raumtemperatur beim Heizen um nur 1 Grad Celsius senkt, spart 5–10 Prozent Heizenergie – und zugleich etwa 200 Kilogramm CO2. Der Körper gewöhnt sich normalerweise auch ganz unbewusst an 1,2 Grad weniger – und sich im Notfall einen Pullover überzuziehen sollte auch nicht das größte Problem darstellen. Beim Lüften am besten Stoßlüften, also mehrmals täglich kurz die Fenster aufreißen und den Wind durch die Wohnung blasen lassen, anstatt mit gekippten Fenstern zu schlafen. Außerdem wichtig ist der Ausstieg aus fossiler Energie. In Österreich sind zwischen 600.000 und 800.000 Ölheizungen in Betrieb. Diese Art zu heizen ist nicht nur klimaschädlich, sondern unterliegt auch großen Preisschwankungen. Beim Wechsel kann zum Beispiel eine Pelletsheizung eine sinnvolle Alternative sein.
 

2. Bewusst einkaufen
 

Regional und saisonal. Die Globalisierung hat dafür gesorgt, dass ursprünglich heimische ­Produkte aus den entlegensten Gegenden der Erde „angekarrt“ werden – das kostet viel Energie und schadet massiv der Umwelt. Unterstützen Sie daher den regionalen Handel und kaufen Sie Produkte aus der Region – auch wenn Sie eventuell einmal ein paar Euro teurer sind. Damit tun Sie nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern unterstützen zudem noch Kleinbetriebe aus der Umgebung. Außerdem paradox: die (vergleichsweise wenigen) Produkte im Supermarkt, die fair gehandelt werden und biologisch korrekt hergestellt werden, werden gekennzeichnet. Wäre es nicht andersherum wünschenswert? 
 

3. Nachhaltig ernähren
 

Vegetarisch kann nicht schaden. Abgesehen vom Bio-Gedanken ist es wichtig, seine tägliche Ernährung zu hinterfragen. Anfang des 19. Jahrhunderts lag der globale Fleischkonsum noch bei 10 kg pro Kopf und Jahr, in den 60er-Jahren stiegt er auf über das doppelte, mittlerweile sind wir bei 40 kg pro ÖsterreicherIn angekommen. Die weltweite Fleischproduktion hat sich in den letzten 60 Jahren somit vervierfacht, Tendenz steigend. Österreich gilt als ein Land der Fleisch­tiger. In der EU liegen wir mit unserem Fleischverbrauch auf Platz 3 (hinter Luxemburg und Spanien), weltweit landen wir auf dem unrühmlichen Platz 15. Jährlich kommen hierzulande durchschnittlich 65 kg Fleisch auf den Teller jedes Einzelnen. Das sind rund fünf Portionen pro Woche, obwohl aus gesundheitlichen Gründen drei Portionen Fleisch als Maximum empfohlen werden. Dieser über­mäßige Fleischkonsum – von der weit verbreiteten grausamen Tierhaltung abgesehen – trägt enorm zur Umweltverschmutzung bei. Ganze 14,5 Prozent aller weltweiten Treibhausgasemissionen stammen aus der Haltung und Verarbeitung von Tieren. 
 
Auch eine Mäßigung des Fischkonsums sollte bedacht werden. Beinahe 90 Prozent der weltweiten Fischbestände sind aufgrund der exzessiven Übefischung mittlerweile bedroht. Um einen Kollaps des Ökosystems zu verhindern, sollte vermehrt auf regional erhältliche Fischsorten gesetzt werden.   
 

4. Plastik ist böse!
 

Unsichtbare Gefahr. Mikro-Plastik befindet sich überall,  dessen materielle Konsequenzen sind auch heute noch nicht ganz greifbar. Würde jeder Mensch ständig seine eigene Einkaufstasche, Jausenbox und Glas-Wasserflasche mit sich herumführen, sähe die Welt jedoch anders aus. Verzichten Sie also  auf Coffee-To-Go-Becher oder Strohhalme. Apropos Trinken: Leitungswasser hierzulande schmeckt mindestens genauso gut wie das aus der Plastikflasche im Supermarkt! Übrigens: Vor kurzen hat man an der Medizinischen Universität Wien zum erstem Mal Mikroplastik im menschlichen Darm nachweisen können. Die Wissenschaft schlägt Alarm!
 

5. Auto einfach mal stehen lassen
 

Fuß vom Gas. Auch wenn das Auto heutzutage kaum aus dem Alltag wegzudenken ist – setzen Sie, sofern es geht, lieber auf die Öffis, Elektro-Alternativen oder das Carsharing-Konzept. Global gesehen ist es relativ egal, ob der Pkw mit Diesel oder Benzin fährt, denn Diesel enthält zwar mehr Energie pro Liter, und der Wirkungsgrad des Motors ist etwas besser, aber die Herstellung von Diesel ist energieaufwendiger als von Benzin. Der geringere Kohlendioxidausstoß des Diesels aufgrund seines Verbrauchsvorteils wird dadurch annähernd kompensiert.  Achten Sie beim Fahren selbst darauf, dass vor allem der Gasfuß jede Menge Treibstoff kostet. Ein einfacher Weg, Ressourcen zu sparen: öfter mal auf Sonntags-Fahrer-Modus umzuschalten, das Fahrrad zu nehmen, oder spazieren zu gehen.   
 

6. Reisen mit Köpfchen 
 

Zugfahren als Trend. Eine Flugreise ist ökologisch so ziemlich das schlimmste Verbrechen, das eine einzelne Person anrichten kann. Die Klimagasemissionen erwärmen die Erde mit verheerenden Folgen für Ökosysteme und Artenvielfalt. Fluglärm und Schadstoffe kommen noch dazu. Die Folgen sind tödlich. Und trotzdem reisen wir ungerührt. Es gibt Fälle, da lässt sich das Flugzeug nicht vermeiden. Aber muss man wirklich jedes Jahr eine Fernreise machen? Wer darauf verzichtet, spart umgerechnet 4.000 Kilogramm CO2 im Jahr. Und ein Abstecher an die nationalen Seen oder Ausflug in die Alpen ist doch auch mal schön. Ähnliches gilt für den Kurztrip. Billigfluglinien haben das Geschäft kräftig angekurbelt. Wer auf eine Reise von beispielsweise Wien nach Mallorca verzichtet, spart 720 Kilogramm CO2 ein. Weitaus ökologischer ist zum Beispiel die Zugreise. Insbesondere auf Langstrecken ist der Kohlendioxid-Ausstoß deutlich geringer als beim Autofahren oder gar beim Fliegen. Wer doch mit dem Auto verreist, sollte darauf achten, nicht alleine im Pkw zu sitzen. Fahrgemeinschaften sparen im Laufe der Zeit jede Menge Energie. Politisch wird hierzulande auch über „Carpool“-Spuren gesprochen, die Lenkern vorbehalten sein sollen, die mindestens eine Person chauffieren oder ein E-Auto fahren. 
 

7. Konsum einschränken

 
Planung ist alles. Nicht der Handel, sondern der Verbraucher wirft die meisten Lebensmittel weg. 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden im Jahr weggeworfen oder sind Verluste entlang der Wertschöpfungskette. Das ist rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel. Industrieländer und Entwicklungsländer unterscheiden sich in der Summe der Verluste an Lebensmitteln nicht wesentlich. Sie liegen jeweils bei 670 beziehungsweise 630 Millionen Tonnen. Österreichische Haushalte werfen bis zu 157.000 Tonnen an angebrochenen und original verpackten Lebensmitteln weg, obwohl diese bei rechtzeitigem Konsum genießbar gewesen wären. Häufige Gründe sind ungeplante Genusskäufe und die falsche Lagerung bzw. Aufbewahrung von Lebensmitteln. Viele Menschen wissen nicht mehr, wie man Lebensmittel richtig lagert und deren Qualität feststellen kann. Denn trotz Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums wird ein Lebensmittel nicht sofort ungenießbar.
 

8 Wasser sparen

Bloß keine Verschwendung. Lassen Sie Wasser nicht unnötig laufen – vor allem beim Zähneputzen oder während des Duschens muss der Hahn nicht die ganze Zeit aufgedreht bleiben. Ein tropfender Wasserhahn sollte umgehend repariert werden, um nicht unnötig Wasser zu verbrauchen. Das Wasser während der Körperpflege nur laufen lassen, wenn es wirklich gerade benötigt wird. Bei Toilettenspülungen ist ein automatischer Wasserstopp ein kleiner, aber effizienter Beitrag, um Wasser zu sparen. Duschen verbraucht im Schnitt nur ein Drittel des Wassers, das beim Baden genutzt wird. Achten Sie in der Küche drauf, dass Waschmaschine und Geschirrspüler voll beladen sind. 

9. Skandalös schön
 

Schenken mit Köpfchen. Schnittblumen sind ein großes Geschäft. Allein am Valentinstag werden schätzungsweise 20 Millionen davon verkauft. Der Großteil davon wird jedoch importiert – die meisten davon aus den Niederlanden. Besonders im Winter stammt fast die Hälfte aller importierten Schnittblumen aus südlichen Ländern wie Kolumbien, Ecuador, Kenia, Israel oder Spanien aus keinesfalls nachhaltigen Betrieben. Achten Sie deshalb darauf, nur Blumen mit einem Fairtrade-Siegel zu kaufen! Die Organisation sorgt dafür, dass die Arbeiter unter besseren Bedingungen und zu besseren Löhnen arbeiten. 
 

10. Kampf dem Konsum 
 

Bewusstsein ist sexy. Einer der wichtigsten Tipps für den Alltag ist, dass Sie lernen, nicht mehr maßlos zu konsumieren. Viele Menschen nutzen die Produkte, die sie kaufen, kaum, dennoch muss es immer das Neueste oder „Hippste“ sein. Setzen Sie lieber darauf, was Sie wirklich brauchen, und versuchen Sie sich ab und zu auch mal in Verzicht zu üben. Das schont nicht nur Ihre eigene Kasse, sondern auch die Umwelt. Win-win für alle, oder? 
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