Umbau von Schwarzeneggers Geburtshaus zum Museum

Gehämmert, gebohrt und gebaut wird seit wenigen Wochen im Geburtshaus von Arnold Schwarzenegger in Thal bei Graz, denn nach dem Verkauf des Biedermeierhauses an "Superfund"-Chef Christian Baha soll unter der Leitung von Arnies Schulfreund Peter Urdl ein Museum über die "steirische Eiche" entstehen. Dazu werde das Gebäude in den Zustand zurückgebaut, wie es damals zu Zeiten des "Gouvernators" ausgesehen hat.

Unklar sei laut Urdl noch, ob vorerst nur das ehemalige Forsthaus zum Museum oder auch gleich ein Neubau nebenan gebaut wird. Ausstellungsstücke seien jedenfalls genug vorhanden, denn früher hätten die Darsteller viele Requisiten nach dem Dreh geschenkt bekommen: "Wir könnten sogar jedes halbe Jahr die Stücke austauschen," schwärmte der Museumsbauer am Dienstag im Gespräch mit der APA.

Geplant seien die drei großen Stationen von Schwarzenegger - Bodybuilding, Schauspielerei und Politik. "Entweder machen wir eine Kurzversion aller drei Abschnitte im Geburtshaus oder nur seine Zeit in Thal in dem restaurierten Gebäude und die anderen zwei Stationen im Neubau," erklärte Urdl das Vorhaben.

In jedem Fall seien im Erdgeschoß des Biedermeierhauses bereits Wände und ein Bad herausgerissen worden, die nachträglich eingebaut worden waren. Ein Rundgang im unteren Geschoß sei nun entstanden, so Arnolds Schulfreund. Restauratoren suchten seit längerem nach einem Gemälde, das dem "Terminator" in seiner Kindheit Angst gemacht hatte. Es zeige Jäger mit ihrer Beute. Das Bild war übermalt worden und nun versuche man, es unter den vielen Farbschichten freizulegen: "Wir haben bereits einige Sichtungsschlitze zum Teil sieben Schichten tief gemacht, aber noch nichts gefunden."

Um bei diesen Erkundungen behilflich zu sein, sei ein Besuch von Arnie - der schon 15 Jahre nicht mehr in dem Haus gewesen ist - noch vor der Eröffnung wichtig. Auch wie die Möbel in den Räumen platziert waren, könnte so besser rekonstruiert werden. Der Plan zum Einzeichnen der Einrichtung liege schon bereit, so Urdl.