Rainhard Fendrich am Donnerstag vor Gericht

Diesmal ist Fendrich offenbar gesund - im Grauen Haus sei bisher jedenfalls kein Verlegungswunsch eingelangt, bestätigte das Graue Haus am Dienstag auf APA-Anfrage einen Bericht der Tageszeitung "Österreich". Hintergrund ist auch im aktuellen Fall Fendrichs seinerzeitige Kokainaffäre: Der Austro-Popper soll damals von der Polizei als "Vertrauensperson" geführt worden sein und es einem Fahnder ermöglicht haben, bei einem Konzert im Backstage-Bereich einen Kokain-Lieferanten zu observieren.

Weil sich Fendrich im weiteren Verlauf durch Indiskretionen eines Ex-Polizisten in die Medien gezerrt fühlte, soll er diesen Beamten in Richtung Geschenkannahme belastet haben. Das führte dazu, dass die Staatsanwaltschaft gegen den Polizisten ein Ermittlungsverfahren einleitete, das allerdings recht bald eingestellt wurde. Dafür flatterte Fendrich ein Strafantrag ins Haus, in dem ihm nun die Anklagebehörde unterstellt, in Bezug auf den Polizisten bewusst die Unwahrheit gesagt zu haben. Der Sänger dementiert das und wird sich dem Vernehmen nach vor Richterin Patrizia Kobinger-Böhm "nicht schuldig" bekennen.

Sollte er dessen ungeachtet schuldig erkannt werden, drohen Fendrich laut Strafgesetzbuch bis zu drei Jahre Haft, wobei realistischerweise vermutlich eine mehrmonatige Bewährungsstrafe herauskäme.

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