Prominenz feierte am Wiener Philharmonikerball

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Mit gediegen-elegantem Flair und prominenten Gästen wie Theaterschauspielerin Sunnyi Melles und ihrem Kollegen Peter Simonischek hat der Ball der Wiener Philharmoniker im Musikverein am Donnerstag (21.1.) seinem Ruf als Künstlerball der Saison alle Ehre gemacht. 126 junge Damen und Herren tanzten heuer im Eröffnungskomitee zur traditionellen Fächerpolonaise von Carl Michael Ziehrer.

"Ich freue mich, dass sehr, sehr viele liebe Künstlerfreunde heute hier sind", betonte Ballpräsidentin Eva Angyan gegenüber der APA. Besonders am Herzen lag der Ballpräsidentin in diesem Jahr allerdings die Eröffnung: An dieser wirkte nämlich auch ihr Sohn Johannes mit. Der 19-Jährige tanzte gemeinsam mit der Ur-Ur-Enkelin von Richard Strauss auf. Mit dabei diesmal auch ein weiterer prominenter Sprössling: Der gleichaltrige Maximilian Harnoncourt, Enkel von Dirigent Nikolaus Harnoncourt.

Als "Premiere" und "besondere Ehre" bezeichnete Melles ihr Debüt als Philharmonikerball-Besucherin. "Ich liebe tanzen", outete sich die Mimin als Walzer-Fan. Gefallen fand die Schauspielerin vor allem an dem bei Wiener Bällen üblichen Tragen von Orden: "Die hat man sich verdient, kann man hier zeigen und darf darauf stolz sein", so Melles, die selbst ihren bayrischen Verdienstorden ausführte.

Dagmar Koller legte vor allem Wert auf das richtige Outfit: "Bei mir werden die Kleider immer hochgeschlossener", scherzte sie in einem züchtigen, langarmigen, aber eng anliegenden schwarzen Dress. "Wenn man älter ist und ein Ästhet, muss man das machen." Erstmals seit dem Tod ihres Mannes Helmut Zilk habe sie sich entschlossen, heuer wieder eine Tanzveranstaltung - und zwar den Wiener Philharmonikerball - zu besuchen, erzählte sie. Denn dieser sei auch ihr letzter gemeinsamer Ball gewesen.

Schauspielerehepaar Peter Simonischek mit Ehefrau Brigitte Karner erstatteten dem Musikerverein wie bereits in den vergangenen Jahren einen Besuch ab. Ein Stelldichein gaben sich weiters die Mimin Nicole Beutler und Kolleginnen Sandra Cervik und Ulrike Beimpold. Tenor Michael Schade, Staatsoperndirektor Ioan Holender und Opernball-Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh in Begleitung von Ehemann Andreas Treichl (Erste Group) und Francesca Habsburg mischten sich ebenfalls unter die Gäste.

Weniger Politiker als in den vergangenen Jahren tauschten diesmal ihre Arbeitskluft gegen Frack oder Smoking: Blicken ließen sich nur wenige wie Wolfgang Schüssel, Wilhelm Molterer oder Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. Laut Ballsprecherin Yvonne Katzenberger dürften sich viele Regierungsmitglieder noch beim Staatsbesuch von Bundespräsident Heinz Fischer in China aufhalten.

Neben dem klassischen Repertoire zeigten die Philharmoniker in den übrigen Sälen des Musikvereins ihre Virtuosität bei sonst für das Orchester unüblichen Klängen. Ein umfassendes Jazz-Repertoire, unter anderem mit Gastsängerin Sandra Pires, Heurigen-Ambiente sowie Disco-Feeling mit einem "Tribute to Michael Jackson" standen auf dem Programm.

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