Prinzessin Caroline musste vor Gericht aussagen

Die Prinzessin bezeugte, dass Ernst August dem Discobesitzer bei einer zufälligen Begegnung am Strand der Ferieninsel Lamu nur zwei Ohrfeigen und nicht mehr verpasste - aus Ärger über den Lärm und den Laserstrahler aus der Strand-Disco des Mannes. "One for the music and one for the light", habe ihr Ehegespons gesagt - eine für die Musik und eine fürs Licht.

Strittig ist, wie schwer die Attacke von Ernst August war. Das Opfer hatte über schwere Verletzungen geklagt, allerdings wirft die Verteidigung dem Discobesitzer vor, teilweise simuliert zu haben.

Die Prinzessin kam freiwillig ins Gericht, um für ihren Mann auszusagen, man hätte sie nicht zwingen können. Caroline betrat das Gebäude durch einen Nebeneingang. Sie trug einen beigefarbenen Mantel und eine dunkle Hose. In ihrem Haar hatte sie eine Spange mit glitzernden Steinen. Für ihr Erscheinen hatte die Paparazzi-geplagte Prinzessin Bedingungen gestellt: So wollte sie ausreichend Abstand zu Medienvertretern und hatte einen Sicherheitsabstand von drei Metern innerhalb des Gerichtsgebäudes gefordert. Zuvor war mehrere Tage lang spekuliert worden, ob Caroline tatsächlich für ihren Mann aussagen würde, nachdem Zeitungen Fotos veröffentlicht hatten, auf denen Ernst August und eine Frau beim Baden in Thailand zu sehen waren.

Der Adlige hatte jahrelang Geld und Anwälte in Bewegung gesetzt, um die Wiederaufnahme des alten Strafverfahrens zu erreichen, nachdem ihn das Landgericht Hannover deswegen 2004 wegen schwerer Körperverletzung zu 445.000 Euro Strafe verurteilt hatte. Mit dem damaligen Anwalt ist er inzwischen zerstritten. Ein Urteil wird im Frühjahr erwartet.

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