Ehefrau von Otto Habsburg gestorben

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Regina Habsburg, die Ehefrau von Otto Habsburg, ist am Mittwoch um 8.40 Uhr im Alter von 85 Jahren in ihrem Haus in Pöcking in Bayern gestorben. "Meine Mutter war für uns alle das Vorbild, mit ihr verlieren wir eine großartige Persönlichkeit, die uns durch ihren unerschütterlichen Glauben und ihre positive Lebenseinstellung geprägt hat", so der älteste Sohn Karl in einer Aussendung.

Regina Habsburg wurde am 6. Jänner 1925 als Prinzessin von Sachsen-Meiningen in Würzburg geboren. Sie litt der Aussendung zufolge bereits seit längerer Zeit an Herzbeschwerden. Sie starb im Kreise der Familie. Als Frau des Thronfolgers Otto wäre sie Kaiserin von Österreich geworden, wenn das k.u.k.-Reich nicht 1918 zusammen gebrochen wäre. Da die Angehörigen des früheren Herrscherhauses in Österreich nach 1918 für Jahrzehnte unerwünscht waren, galt für das Ehepaar lange Einreiseverbot. Erst nachdem Otto von Habsburg 1961 offiziell auf den Kaiserthron verzichtete, durfte er sein Heimatland wieder besuchen.

Seine Frau Regina wurde als Prinzessin von Sachsen-Meiningen in Würzburg geboren und wuchs auf dem Familiensitz auf, der Heldburg in Südthüringen. Später studierte sie in Bamberg Sozialfürsorge. Nach ihrer Heirat lebten Otto und Regina kurzzeitig in Frankreich und zogen 1954 an den Starnberger See, um ihren Kindern das Aufwachsen im deutschen Sprachraum und in der Nähe Österreichs zu ermöglichen. Otto saß später 20 Jahre für die CSU im Europaparlament.

Habsburg betonte oft, wie viel er seiner Frau verdanke, mit der er sieben Kinder hat. Sie habe sich in bewundernswerter Weise der Familie gewidmet. Regina von Habsburg war in vielen karitativen Einrichtungen aktiv. Sie stand dem Sternkreuzorden als oberste Schutzfrau vor, seit 1994 hatte sie die Schirmherrschaft über die Münchner Tafel inne. Darüber besuchte sie in Pöcking und Umgebung bis ins hohe Alter Alte und Kranke in Heimen und Krankenhäusern.

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