Diagonale: Schwarzer Stern für Brandauer

Einen unregelmäßigen schwarzen Stern, der auch etwas von einem Tintenklecks an sich hatte, gab es für Klaus Maria Brandauer am Dienstagabend bei der Eröffnung der Diagonale in Graz. Es handelte sich dabei um den Großen Schauspielpreis, der in diesem Jahr von Brigitte Kowanz gestaltet wurde.

Brandauer bedankte sich kurz, aber launig, und erklärte in Bezug auf die späte Auszeichnung aus der Steiermark: "Ich bin froh, dass sich meine Heimat Zeit gelassen hat." In seiner Laudatio meinte Frido Hütter über den Preisträger: "Er ist immer der Brandauer, dem man aber mit umso größerem Vergnügen zusieht, wie er die Rolle anlegt." - "Das war schön, gut, gut", so die Reaktion des Geehrten, der dann erklärte, er wollte zunächst lieber Theater spielen als Filme drehen. "Ich möchte die Leute atmen hören", so Brandauer. Seine Filmkarriere habe ihn aber "frei gemacht", und er sei "saufroh", dass es so gekommen sei. Mit 46 Jahren habe er in Berlin bereits einen Preis für sein Gesamtwerk bekommen, das sei mehr oder weniger ein Lebenspreis gewesen. "Ich bin sehr froh, dass man hier Anstand hat und gewartet hat", schloss Brandauer.

Nach Erwin Wurm, der einen großen Plastikfinger entworfen hatte, und Elke Krystufek, die einen bemalten Rock zur Verfügung gestellt hatte, stiftete in diesem Jahr die Künstlerin Brigitte Kowanz den Preis.