Danny Glover kämpft für Hugo-Boss-Arbeiter

Die um ihre Jobs kämpfenden Arbeiter eines Hugo-Boss-Werkes in den USA haben prominente Unterstützung aus Hollywood bekommen. Danny Glover, Star der "Leathal Weapon"-Filme, hat nach amerikanischen Medienberichten vom Mittwoch die Arbeiter in Brooklyn bei Cleveland (Ohio) besucht und ihnen Mut zugesprochen.

Nach Angaben des örtlichen Senders WCPN hatte der 63-Jährige sogar zu einem Boykott der deutschen Modemarke aufgerufen, wenn das Werk tatsächlich geschlossen werde. "Das Hugo-Boss-Management, wer immer das sein mag, muss hierher kommen und sich die Arbeiter anschauen und ihren Einsatz für Hugo Boss. Sie sind hier und sie müssen hier bleiben und ihre Jobs auch", zitiert der Sender Glover.

Hugo Boss kämpft seit Monaten mit der schwindenden Kauflaune der Verbraucher im Luxussegment. Von einer Schließung des Werkes wären etwa 320 Menschen betroffen. "Die Männer und Frauen in diesem Werk sind die Architekten ihres eigenen Schicksals", erklärte Glover dem Nachrichtendienst "Cleveland.com" seinen Einsatz, der Familientradition sei: "Meine Eltern waren Gewerkschafter. Die Ideale der Gewerkschaftsarbeit haben mein ganzes Leben geprägt." Glover hatte den Höhepunkt seiner Karriere in den 80er Jahren. Zuletzt war er als US-Präsident Thomas Wilson in Roland Emmerichs Katastrophenfilm "2012" zu sehen.