Disney kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Küss den Frosch

Den klassischen Zeichentrick hatte Disney eigentlich schon vor mehreren Jahren aufgegeben. Zuletzt setzte der Unterhaltungskonzern mit "Ratatouille" und "Wall-E" vermehrt auf die innovative Kunst der Pixar-Genies und damit computeranimierte Werke. Diese Zeichentrick-Pause wird nun mit dem hangezeichneten "Küss den Frosch" gebrochen.

Nach den einstigen, enormen Erfolgen mit Klassikern wie "Bambi" oder "Die Schöne und das Biest" kehrt Disney mit dem Film "Küss den Frosch", der unter der Regie der erfahrenen Trickfilmer John Musker und Ron Clements ("Aladdin") entstand, in mehrfacher Hinsicht zu seinen Wurzeln zurück. Aus dem New Orleans um die Jahrhundertwende wird ein jazzig buntes Gute-Laune- Musical für die ganze Familie präsentiert.Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Tiana. Zusammen mit ihrer Freundin Charlotte verkleidete sie sich früher oft als eine Prinzessin und träumte sich in eine Glitzerwelt. Jetzt aber, einige Jahre später, sieht Tianas Leben ganz anders aus: Sie schuftet Tag und Nacht als Kellnerin und spart jeden Cent, um endlich das lang ersehnte eigene Restaurant eröffnen zu können. Deswegen interessiert es sie auch herzlich wenig, als eines Tages Prinz Naveen in die Stadt kommt. Charlotte dagegen ist ganz aufgeregt. Als Tochter einer reichen Familie wittert sie ihre Chance auf den großen Glamour als Prinzessin."Küss den Frosch" steuert dabei zwar erwartungsgemäß auf ein Happy End zu, überrascht aber auf dem Weg dahin immer wieder mit neuen, sehr charmanten Ideen. Nicht nur, dass der Kuss eines Frosches ein unerwartetes Ergebnis bringt. Tiana und Prinz Naveen müssen zudem durch die Machenschaften des bösen Magiers Doktor Facilier erst einige wahnwitzige und spannende Abenteuer überstehen. Auch die Figuren-Zeichnung sprüht nur so vor kreativen Einfällen.Da ist zum Beispiel das schwer verliebte Glühwürmchen Ray, das sich bei Lichtausfall einfach kurzerhand seinen Po dreht, bis das Hinterteil wieder schön leuchtet. Der tollpatschige Alligator Louis würde endlich gerne von den Menschen als Musiker anerkannt werden. Und Mama Odie ergattert sich als 197-jährige Zauberkönigin der Sümpfe ebenfalls sofort einen Platz im Herzen der Zuschauer. Vor allem jedoch überrascht Tiana als moderne Disney-Prinzessin. Schließlich ist sie es, das dunkelhäutige und schüchterne Mädchen, das als Heldin des Films über sich hinaus wächst."Küss den Frosch" zeichnet sich auch durch die Musical- Einlagen aus. Vor der schönen New-Orleans-Kulisse tanzen und singen die Figuren zur jazzigen Musik von Oscar-Preisträger und Komponist Randy Newman ("Die Monster AG", "Toy Story 2"). In der deutschen Fassung übernehmen übrigens die Soul-Sängerin Cassandra Steen, Roger Cicero, Marianne Rosenberg und Bill Ramsey die Haupt-Parts.