José Antonio Abreu mit seinem Orchester

El Sistema

Die Macht der Musik in einer Welt der Gewalt und Armut - das ist die zentrale Thematik der Dokumentation "El Sistema" der Regisseure Paul Smaczny und Maria Stodtmeier. In Venezuela lernen über 300.000 Kinder und Jugendliche in einem Netzwerk von Kinderorchestern ein Instrument. Die Orchester-Bewegung "El Sistema" zeigt einen Ausweg aus dem Kreislauf der Armut in den Barrios der Hauptstadt Caracas.

Seit mehr als dreißig Jahren arbeitet José Antonio Abreu an dem Aufbau der "Sistema". Damals gründete der Ökonom, Politiker und Musiker gemeinsam mit 12 Kindern aus sozialen Brennpunkten in Caracas das erste nationale Jugendorchester Venezuelas. Das Leben dieser Kinder war von Bandenkriegen, Gewalt und Armut geprägt. Der Grundstein für ein mittlerweile die gesamte venezolanische Gesellschaft umfassendes Sozialprojekt war gelegt.

"El Sistema" zeigt, wie Musik und aus den Orchestern entstehender Zusammenhalt ein ganzes lateinamerikanisches Land verändern kann. Denn Abreus pädagogisches Konzept fördert vor allem soziale Kompetenzen: Respekt, Übernahme von Verantwortung und die Fähigkeit des gemeinschaftlichen Musizierens. Zum ersten Mal erleben die Kinder echtes Gemeinschaftsgefühl.

Interviews mit dem Gründer José Antonio Abreu, dem Stardirigenten Gustavo Dudamel sowie den Kindern und Lehrern des "El Sistema" geben dabei einen intimen Einblick in den Alltag und die Herzen der Menschen Venezuelas.