Sicheritz dreht "3faltig" mit Tramitz und Düringer

Regisseur Harald Sicheritz dreht seit dem Wochenende im Salzkammergut die Drei-Mio.-Euro-Produktion "3faltig" (MR Film/Falcom Media, geplanter Kinostart: 16. Dezember) mit Christian Tramitz und Roland Düringer. Die APA begab sich am Montagabend zum Lokalaugenschein nach Bad Ischl.

Ein eingefrorener Kamera-Kran, zu wenig Schnee - man glaubt es kaum - rund um Ischl. Die "3faltig"-Crew hatte gleich zu Drehbeginn mit allerhand Problemen zu kämpfen. Regisseur Sicheritz gab sich nach einem langen Tag im abendlichen Interview dennoch sehr entspannt und redselig. In der "pittoresken Weltgegend" Salzkammergut, wo er bereits "Vier Frauen und ein Todesfall" realisiert hat, sei man als Filmteam nicht "die Großkopferten aus Wien", sondern werde gut behandelt. "Gerade in einer Tourismusregion wissen die Leute, dass es nie schadet, wenn sie als Kulisse dient."

In Sicheritz' Film kehrt kurz vor Weihnachten Christl (Jesus), gespielt vom deutschen Shootingstar Matthias Schweighöfer, zu seinem Bruder Hage (Heiliger Geist), verkörpert von Comedian Tramitz, auf die Erde zurück, um die Welt auf die für 31. Dezember geplante Apokalypse vorzubereiten. Er hat aber seine Rechnung ohne die Animierdame Mona (Julia Hartmann) und den Gogo-Bar-Besitzer Friedl (Düringer) gemacht.

Sein aktueller Film stelle im Grunde eine einfache Frage, so Sicheritz: Was macht der Heilige Geist im Jahr 2010 in Menschengestalt? Das sei die Basis für eine "liebenswürdige und ironische Betrachtung des Ganzen". "Religionen sind etwas zeitlos Spannendes, ein Gebäude, das von vielen Menschen gern besucht und bewohnt wird. Manchmal bezahlen sie dort Miete und manchmal nicht." Religion sei deshalb so faszinierend, weil man mit etwas konfrontiert werde, was man rationell nicht verstehen kann, sondern glauben muss, erklärte der Regisseur. "Das halte ich für ein ganz großartiges Phänomen, das bei uns nicht verspottet, sondern humorvoll weitergedacht wird."

Tramitz und Düringer, mit denen Sicheritz bereits im vergangenen Jahr für den ORF die Echtzeit-Sitcom "Die Gipfelzipfler" realisiert hat, würden gut miteinander können. "Wahrscheinlich auch deshalb, weil sie so grundverschieden sind." Düringer sei, so Sicheritz, ein ganz schnell reagierender, unter hohem Körpereinsatz schauspielender Mensch, Tramitz dagegen ein Meister der feinen Töne, der lange nachdenkt. "Die beiden ergänzen sich wunderbar."