Schweiger übergab Lubitsch-Preis an Haußmann

Überraschungsgast Til Schweiger überreichte Haußmann den Preis, den er vor zwei Jahren selbst bekam, mit den Worten: "Du hast ihn dir verdient." Seit 1957 verleiht der Club der Berliner Filmjournalisten die undotierte Auszeichnung für die beste komödiantische Leistung im deutschen Film. Die Jury lobte den Regisseur, in dessen Film Senioren im Mittelpunkt stehen: "In Zeiten, in denen die Stars immer jünger und schöner werden, wagt sich Haußmann in eine völlig neue Richtung."

Der Geehrte sang ein Loblied auf den Namensgeber des Preises: "Lubitsch ist für mich einfach der Lehrer und Meister." Der Regisseur sei sein großes Vorbild, seit ihn seine Eltern mit zehn Jahren für den Klassiker "Sein oder Nichtsein" (1942) länger aufbleiben ließen, erzählte Haußmann. Er sei aber kein Cineast: "Ich bin ein Muffel, was Stummfilme betrifft."

Ezard Haußmann nahm die Auszeichnung im Rollstuhl entgegen. Er leide an Krebs, wie er berichtete: "Ich befinde mich im Krieg und kämpfe gegen einen heimtückischen und unsichtbaren Gegner, der sein Visier nicht aufmacht." Im Publikum saßen auch Sänger und Schauspieler Marius Müller-Westernhagen, der den Lubitsch-Preis 1981 für "Theo gegen den Rest der Welt" erhielt, sowie Haußmanns Regie-Kollege Detlev Buck ("Same Same But Different").

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden