Neuer Wickie-Film kommt in 3-D ins Kino

Der kleine Wikinger-Junge Wickie kommt mit neuen Abenteuern ins Kino. Am 11. November 2011 sei der Start von "Wickie auf großer Fahrt" in 3-D geplant, teilten die Produzenten Constantin und Rat Pack Filmproduktion am Mittwoch in München mit. Die Dreharbeiten mit Regisseur Christian Ditter ("Vorstadtkrokodile") sollen im Sommer beginnen.

Michael Bully Herbig, der im vergangenen Jahr den Kassenschlager "Wickie und die starken Männer" in Szene gesetzt hatte, habe wegen anderer Projekte keine Zeit gehabt, sagte Produzent Christian Becker der Deutschen Presse-Agentur dpa. Mit dabei sind allerdings wieder die Hauptdarsteller, darunter Jonas Hämmerle als Wickie und Waldemar Kobus als Vater Halvar. "Man kann sich auf alle bekannten Gesichter freuen", sagte Becker.

Zum Inhalt des neuen Films wollte Becker noch nichts verraten. Sicher ist nur, dass die Wikinger mit ihrem Drachenschiff übers Meer segeln werden. "Die Jungs kommen wieder in haarsträubende Abenteuer", versprach der Produzent. Auch dieses Mal seien Elemente der Wickie-Zeichentrickserie und der Romanvorlagen von Runer Jonsson enthalten. Die Geschichten der beiden Wickie-Filme sollen aufeinander aufbauen. Dennoch sei der neue Film keine Fortsetzung, sondern eine eigenständige Geschichte. "Es ist ein neuer Wickie", sagte Becker.

Gedreht werden soll unter anderem in Bayern, England, Dänemark und auf der Insel Malta. Bei vielen Requisiten können die Filmemacher auf den Bestand zurückgreifen. Nach dem ersten Film seien die eigens gebauten Schiffe eingemottet und die Kostüme aufbewahrt worden, sagte Becker. Vorverträge sicherten überdies die Verfügbarkeit der Schauspieler.

Wickie ist nach Angaben der Constantin Film der erste deutschsprachige Real-Film in 3-D. Man habe sich dafür entschieden, weil 3-D eine sehr spannende Innovation sei, erklärte Becker. Dafür seien allerdings die Dreharbeiten aufwendiger und auch ein bisschen teurer. Schließlich muss für den dreidimensionalen Effekt alles mit zwei Kameras aufgenommen werden. Bereits der erste Wickie-Film war mit einem Budget im zweistelligen Millionenbereich der teuerste deutschsprachige Film im Bereich Familienunterhaltung. Doch an den Kinokassen konnte "Wickie und die starken Männer" die hohen Produktionskosten wieder wettmachen - nach seinem Start im Herbst 2009 wurde Herbigs Werk mit knapp fünf Millionen Zuschauern der meist besuchte deutsche Film des vergangenen Jahres.