"King" Khan bei 60. Berlinale von Fans gefeiert

Begeisterung und Hysterie erreichten bei Shah Rukh Khan aber mit Sicherheit eine höhere Stufe - auch wenn es hier weniger um den Film als vielmehr um den Bollywood-Star selbst ging. Heerscharen von Fans standen bereits am Freitagnachmittag am Seiteneingang des Hyatt-Hotels, wo Khan seine Pressekonferenz abhielt. Weitere Hunderte warteten zur gleichen Zeit im Schneematsch vor dem Berlinale-Palast. Und "King Khan" sonnte sich liebend gern in der Begeisterung, die er ähnlich bereits vor zwei Jahren mit seinem damaligen Film "Om Shanti Om" in Berlin erleben durfte. "My Name Is Khan" nun ist jedoch gar nicht einmal ein typischer Bollywoodfilm.

"Mein Name ist Khan, ich bin kein Terrorist", lautet der zentrale Satz im Film. Khan spielt darin einen indisch-stämmigen Moslem mit pakistanischen Wurzeln, der an einer milden Form von Autismus leidet - eine Rolle angesiedelt zwischen "Forrest Gump" und "Rain Man". Als die wunderschöne Hindu Mandira ihn heiratet, ist er glücklich. Die beiden führen in Amerika ein glückliches Leben, bis in New York das World Trade Center einstürzt und Muslime unter Generalverdacht geraten.

Trotz des politischen Themas sprach sich Khan in Berlin für ein unpolitisches Kino aus. "Im Kino geht es mehr um Unterhaltung als darum, Stellung zu beziehen", so der 44-jährige Entertainer. "Außerdem sehe ich viel zu gut aus, um ein Politiker zu sein." Spannend ist trotzdem die Parallele zwischen Khan und der von ihm verkörperten Figur: Auch der Star hat pakistanische Wurzeln, seine Filme werden in Indien von radikalen Hindu-Nationalisten boykottiert.

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