"Kampf der Titanen" schlägt 3D-Konkurrenz in USA

Und nun auch die Titanen in 3D: Nach den blauhäutigen Außerirdischen ("Avatar"), dem Fantasymärchen "Alice" und dem kleinen Wikinger ("Drachenzähmen leicht gemacht") begeistert der "Kampf der Titanen" Amerikas Kinopublikum. Das Remake von 1981 setzte sich am Wochenende mit 61,4 Millionen Dollar (45,6 Millionen Euro) als Bestverdiener an die Spitze der US-Kinocharts.

Gleichzeitig stellte die Warner-Brothers-Produktion nach Angaben des Internetportals "Hollywood.com" vom Montag einen neuen Oster-Rekord auf: So viel Geld hatte noch kein anderer Film an dem in den USA nur zweitägigen Feiertagswochenende in die Kassen gespült.

Kritiker bemängeln den neuen Titanenkampf von Regisseur Louis Leterrier als reinen Abklatsch des Originals von Ray Harryhausen mit Schauspielgiganten wie Sir Laurence Olivier, Claire Bloom und Ursula Andress. Anders als "Avatar" wurde der "Kampf der Titanen" nicht in 3D gedreht, sondern erst nachträglich in das inzwischen so populäre Format konvertiert. Das tut den Effekten erheblich Abbruch, schrieb unter anderen die "New York Times". Da viele 3D-Kinos in den USA und Kanada noch "Alice im Wunderland" und "Drachenzähmen leicht gemacht" auf dem Programm haben, wurden die Titanen am Premierenwochenende nur zur Hälfte dreidimensional und ansonsten auf herkömmlichen 2D-Leinwänden gespielt.

Der für seinen derben Klamauk bekannte Tyler Perry setzte sich mit "Why Did I Get Married Too" auf Platz zwei der Charts. Der Film über vier Ehepaare, die gemeinsam auf Karibik-Urlaub gehen, beginnt als Komödie und endet melodramatisch. Ihm folgt dicht auf den Fersen die 3D-Animation "Drachenzähmen leicht gemacht", die trotz der massiven Konkurrenz nur etwa ein Drittel seiner Premiereneinnahmen vom Vorwochenende einbüßte. Teenie-Star Miley Cyrus bescherte Disney mit der Nicholas-Sparks-Verfilmung "Mit dir an meiner Seite" den nächsten Hit und landete auf Platz vier. Die Top fünf der US-Charts beschließt das 3D-Spektakel "Alice im Wunderland", dessen Einnahmen in Nordamerika damit auf knapp 310 Millionen und weltweit auf 732,1 Millionen Dollar anwuchsen.