Jerry Lewis sammelte Millionen Euro für Kranke

Der amerikanische Starkomiker Jerry Lewis (83) hat mit seiner traditionellen TV-Mammutshow dieses Jahr mehr als 60 Millionen Dollar (41,5 Mio. Euro) für Menschen mit der heimtückischen Muskelkrankheit MDA (Muskeldystrophie) gesammelt. Das waren trotz Wirtschaftskrise nur etwa fünf Millionen Dollar weniger als im vergangenen Jahr, wie die "Las Vegas Sun" berichtete.

Die beinahe 22 Stunden lange Show in Las Vegas wurde am Montag, dem amerikanischen Labor Day, landesweit von 180 Fernsehstationen übertragen und erreichte fast 40 Millionen Zuschauer. Insgesamt hat Lewis mit seinen inzwischen 44 "Telethons" schon mehr als zwei Milliarden Dollar (1,382 Mrd. Euro) für den Kampf gegen die Muskelschwäche gesammelt. Im Februar war der "King of Comedy" mit einem Sonder-Oscar für sein humanitäres Engagement geehrt worden.

Seine Popularität hat Lewis vor allem der Zusammenarbeit mit Dean Martin zu verdanken, mit dem er von 1949 bis 1956 in sechzehn Filmen auftrat. Die unter seiner Regie entstandenen Streifen "Der verrückte Professor" (1963) und "Wo, bitte, geht's zur Front?" (1970) gelten bis heute als komödiantische Meisterstücke. Lewis hat selbst schon mehrere schwere Krankheiten überstanden und engagiert sich seit Jahrzehnten in der US-Gesellschaft gegen Muskeldystrophie.