Ben Stiller findet es schwierig, lustig zu sein

Ben Stiller, bekannt aus Komödien wie "Starsky & Hutch" und "Tropic Thunder", ist ein schlechter Witze-Erzähler. "Ich bin nicht sehr gut im Witzemachen, ich kann mir Witze nie merken", erzählte der 44-jährige Schauspieler am Sonntag bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin, wo er seinen aktuellen Film "Greenberg" des Regisseurs Noah Baumbach präsentierte.

Einige Menschen würden von ihm sicherlich erwarten, ständig lustig zu sein. "Aber am Ende des Tages ist nur wichtig, dass du bist, wer du bist", meinte Stiller. "Ich finde es schwierig, überhaupt lustig zu sein." Die Dreharbeiten zu "Greenberg" waren für Stiller eine neue Erfahrung. Er habe die Dialoge gesprochen, wie sie im Drehbuch standen - ohne zu improvisieren, erzählte der US-Amerikaner, der sonst gerne improvisiert. "Das war eine wichtige Erfahrung. Ich bin meinem Charakter nämlich so näher gekommen, weil ich immer wieder hinterfragt habe, warum er genau das sagt."

Regisseur Baumbach musste sich allerdings auch Kritik anhören dafür, dass die Darsteller sich so strikt ans Drehbuch halten mussten. "Jemand hat mir gesagt "Du bist ein totaler Idiot, Ben Stiller zu engagieren und ihn dann nicht improvisieren zu lassen".

Die Komödie "Greenberg" läuft bei den Filmfestspielen im Wettbewerb. In dem Film spielt Stiller - diesmal ohne Klamauk - einen gescheiterten Künstler in einer Mid-Life-Crisis, der versucht, sein Leben neu zu ordnen. Der Beifall im Berlinale-Palast blieb nach der Premiere aber verhalten. In der ersten Hälfte erntete der 107-Minüter noch viele Lacher, zum Ende hin nahm die Begeisterung des Publikums spürbar ab. Viele suchten noch während des Abspanns das Weite.