Wo es Mütter am besten haben

Mother`s Index

Wo es Mütter am besten haben

 

Unter Berücksichtigung der Aspekte Bildung, Gesundheitsversorgung und Lohngerechtigkeit hat die Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ im Rahmen ihres elften Jahresberichtes den sogenannten „Mother`s Index“ veröffentlicht. Es wurden Kriterien wie zum Beispiel die Länge des Mutterschutzes, die Anzahl der Schuljahre sowie die Mütter- und Kindersterblichkeit herangezogen. Europäische Länder sind hauptsächlich  an forderster Front zu finden. Österreich liegt nur auf Platz 26 von insgesamt 160. Somit besetzen wir einen deutlich schlechteren Platz als die meisten unserer Nachbarländer wie Deutschland, Schweiz, Slowenien, Ungarn und Tschechien, die sich auf den Plätzen 9, 15, 16, 17 und 23 befinden.

Gesundheit

Ein wesentlicher Indikator für die Situation der Mütter ist die Gesundheitsversorgung im Land. Hier einige Beispiele: In Norwegen bekommt jede Frau bei der Geburt professionelle Hilfe. In Äthiopien hingegen ist nur bei 6 von 100 Geburten Fachpersonal vor Ort und auch in Afghanistan und Tschad ist dies nur bei 15 von 100 Geburten der Fall. Sehr erschreckend ist die Situation in Niger, wo eine von sieben Müttern während der Schwangerschaft oder bei der Geburt stirbt. Zum Vergleich, in Irland liegt die Sterblichkeit bei eins zu 47.600. Auch die Kindersterblichkeit ist in den letztplatzierten Ländern tragisch hoch. So muss in Afghanistan eines von vier Kindern vor seinem 5. Geburtstag das Leben lassen. Diese Zahl liegt in Finnland, Island oder Schweden bei einem von 333.

Bildung und Bezahlung

Auch im Bereich Ausbildung läuten bei den Entwicklungsländern die Alarmglocken. In Afghanistan, Angola und dem Tschad beispielsweise besuchen Mädchen nur durchschnittlich fünf Jahr lang eine Schule. In Australien hingegen sind dies 20 Jahre. Bei der Bezahlung für geleistete Arbeit schneiden Frauen in Saudi-Arabien besonders schlecht ab. Sie erhalten nur 12-16 Prozent von dem, was Männer für dieselbe Leistung bezahlt bekommen. In Jordanien, Syrien, dem Libanon und Jemen ist diese Zahl mit 25 Prozent nur unwesentlich höher.

Ziel: Erhebliche Fortschritte

Save the Children appelliert an die Länder, mehr Geld für Bildung und Gesundheit auszugeben. Besonders gilt diese Aufforderung den USA, die zwei Plätze hinter Österreich liegen. Geld ist jedoch nicht immer eintscheidend. Man kann mit wenigen Mitteln große Fortschritte erreichen. So hat sich die Situation in Malawi bereits deutlich verbessert. Die menschliche Verzweiflung ist jedoch anhand von Zahlen der schlechtesten 10 nur schwer zu erahnen. Jedenfalls zeigen sie die Notwendigkeit, dass allen Müttern auf der ganzen Welt grundlegende Mittel zur Verfügung stehen sollten, um aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen zu können. Sowohl ihre Lebensqualität, als auch jene der Nachkommen würde sich dadurch deutlich verbessern.

Die Rangliste – die besten und schlechtesten 10 Länder
1. Norwegen
2. Australien
3. Island
3. Schweden
5. Dänemark
6. Neuseeland
7. Finnland
8. Niederlande
9. Belgien
10. Deutschland

151. Äquatorialguinea
152. Eritrea
152. Sudan
154. Mali
155. Demokratische Republik Kongo
156. Jemen
157. Guinea-Bissau
158. Tschad
159. Niger
160. Afghanistan
 

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