Jobsuche über Facebook, Twitter & Co

Social Recruiting

Jobsuche über Facebook, Twitter & Co

In den USA hat sich dieser Trend bereits durchgesetzt. Jobvite hat in ihrem Social Recruiting Survey 2012 bemerkenswerte Zahlen veröffentlicht. Bereits 92 % aller Unternehmen verwenden oder planen eine Verwendung von sozialen Netzwerken als Recruitinginstrument. 43 % der Unternehmen bemerkten eine Verbesserung der Bewerberqualität durch Social Recruiting und 73 % haben dadurch bereits erfolgreich Kandidaten eingestellt. Auch die Bewerberempfehlungen sind bei rund einem Drittel der Unternehmen nachhaltig gestiegen. Bereits im Jahr 2011 verwendeten 64 % aller Unternehmen zwei oder mehr soziale Netzwerke als Recruiting-Tool und 55 % berichteten, dass sie in Zukunft mehr Geld für Social Recruitung ausgeben werden.

Auch in Österreich sind zahlreiche bekannte Unternehmen bereits auf Facebook oder Twitter vertreten und sind im Social Media Marketing aktiv. Somit ersetzen soziale Netzwerke immer mehr altbewährte Zeitungsannoncen und traditionelle Bewerbungsschreiben. Dennoch sind die Zeiten, in denen 200 ausgedruckte Bewerbungen auf einen Stapel landeten und im Endeffekt der Großteil der Kandidaten nie Rückmeldung erhielt, noch nicht ganz vorbei.

Grund genug, sich auch als Jobsuchende näher mit dem Thema Social Recruiting zu beschäftigen. Immerhin ist die Erfolgsrate bei Bewerbungen via Empfehlung zehnfach höher, als auf herkömmlichen Wege. Wer jedoch soziale Netzwerke zum Zweck der Jobsuche nutzen will, darf sich nach der Accounterstellung nicht ausruhen. Aktiv bleiben und kommunizieren heißt die Devise! Es kann leicht sein, dass mit dem Erstellen und Kommentieren von Beiträgen, Aussprechen von Empfehlungen und Networking eine Stunde pro Tag aufgewendet werden muss, um soziale Medien effektiv nutzen zu können.

Nach wie vor dominieren in der Businesswelt die Netzwerke XING und LinkedIn. Facebook und Twitter, welche ursprünglich zu privaten Zwecken genutzt wurden, halten dennoch immer weiter Einzug, wenn es um die Jobsuche geht. Wichtig ist, das zur Persönlichkeit und Zielgruppe passende Netzwerk auszuwählen, das Profil up-to-date zu halten, authentisch zu bleiben und aktiv Networking zu betreiben. Idealerweise wird schon während der Ausbildung ein aussagekräftiges Profil angelegt und dieses laufend ausgebaut.

Auch wenn es nicht gleich eine direkte Bewerbung auf eine konkrete Stelle ist, kann man diese neuen Medien verwenden, um vorab auf Tuchfühlung mit dem Unternehmen zu gehen, Fragen zu stellen und Kontakte zu knüpfen. In sozialen Medien geht es vielmehr um Personen, als um Positionen. Die Chancen scheinen in dieser neuen Welt uneingeschränkt zu sein, jedoch sollte man vor allem bei Profilen, die sowohl in der Freizeit als auch im beruflichen Kontext verwendet werden, besonders vorsichtig sein.

Bildrechte: © Petra Bork / PIXELIO

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