'Geliebte Sisi! – Die rasende Kaiserin‘ mit Claudia Androsch

MADONNA Gewinnspiel

'Geliebte Sisi! – Die rasende Kaiserin‘

Claudia Androsch im Talk über Familienglück und ihren kleinen Bruder. Gewinnen Sie 2 x 2 Karten zur Premiere am 12. 4. in der FBW.

"Politik“, ruft Claudia Androsch (44) aus, „um Gottes willen!“ In die Fußstapfen ihres erfolgreichen Vaters Hannes (71), der mit 32 bereits Finanzminister und später Vizekanzler wurde, wollte sie nie treten. Stattdessen ging die Tochter per Eigendefinition „mit dem Kopf durch die Wand“ und wurde – gegen Anraten der Eltern – Schauspielerin (u. a. im „Kaisermühlen Blues“).

Exklusiv
Nach langer Babypause, Tochter Valerie kam 2005 auf die Welt, kehrt Androschs ältere Tochter am 12. 4. als „Rasende Sisi“ auf die Bühne zurück. MADONNA bat sie vorab zum privaten Interview. Erstmals spricht Claudia Androsch über ihr Familienglück mit Ehemann Stefan Maix und Valerie, sowie ihren dreizehnjährigen Halbbruder Gregor, der Hannes Androschs außerehelichen Beziehung mit Wirtschaftspsychologin Claudia Rothschedl entstammt...

Sie stehen ab 12. 4. als „Rasende Sisi“ auf der Bühne. Welche Sisi wollen Sie zeigen?
Claudia Androsch:
Eine authentische. Sie wird nicht idealisiert, sondern es werden Schattenseiten gezeigt. Aber es ist kein tragisches, sondern ein humorvolles Stück, da ihre Marotten – wie ihr Schönheitswahn –ironisiert werden.

Ist Ihre Tochter Sisi-Fan? Wird sie Sie auf der Bühne sehen?
Androsch:
Ich glaube, Valerie ist mit beinahe fünf Jahren zu klein. Ich will ihr das Theater näher bringen, aber das mache ich lieber mit altersgerechten Produktionen. Ich will sie nicht in etwas hineinhetzen, das sie nicht verstehen kann.

Nach Valeries Geburt haben Sie lange pausiert…
Androsch:
Ich habe mich zwei Jahre voll auf meine Tochter konzentriert. Dann habe ich begonnen, mit meinem Bühnenpartner Kurt Hexmann zu arbeiten. Valerie wird so schnell groß, da will ich jede Minute genießen.

Viele Frauen versuchen Job und Kind zu vereinbaren. Wäre das für Sie Thema gewesen?
Androsch:
Ich bin sehr glücklich, das Privileg zu haben, mein Muttersein in vollen Zügen genießen zu können. Valerie braucht mich jetzt immer weniger. Deshalb versuche ich, langsam wieder in die Theaterwelt einzutauchen.

Ihr Mann Stefan Maix ist ein Top-Manager. Wie teilen Sie sich die Erziehung auf?
Androsch:
Mein Mann ist unter der Woche nicht in Wien, weil er in Altaussee arbeitet. Er ist ein Wochenendpapa. Dann ist er zu 100 Prozent für uns da. Unter der Woche muss ich Vater- und Mutter-Rolle abdecken. Valerie ist vormittags im Kindergarten, wenn ich Proben oder Auftritte habe, springen meine Mutter oder die Schwiegereltern ein.

Ihr Mann ist Manager, Sie Künstlerin – prallen da zwei Welten aufeinander?
Androsch:
Sicher, aber ich glaube, es ist in jeder Beziehung so, dass verschiedene Vorstellungen und Wünsche aufeinander treffen. Ausschlaggebend ist, dass man einen Nenner findet, auf dem man sich trifft. Es ist bereichernd, wenn verschiedene Einflüsse in eine Familie kommen.

Ihr Vater war Politiker, so wie ihr Ur-Großonkel Adolf Schärf. Zog es Sie je in die Politik?
Androsch:
Nein, um Gottes willen! Ich wollte immer alles, nur das nicht. Ich hatte – wie die meisten Politikerkinder – mit Problemen zu kämpfen. Als mein Vater Minister wurde, war ich in der Volksschule. Es wäre mir lieber gewesen, er wäre – so wie alle anderen Väter – einfach da gewesen und ich hätte meine Ruhe von den Schulkollegen gehabt. Ich wurde mit viel negativer Energie konfrontiert. Dass solche Energien nicht gegen dich selber, sondern gegen eine Partei gerichtet sind, versteht man als Kind nicht. Später konnte ich das besser abprallen lassen.

Sind Sie quasi in die Schauspielerei geflüchtet?
Androsch:
Ich wollte schon mit sechs Jahren Schauspielerin werden und wurde nur belächelt. Da dachte ich mir: Ich sage jetzt nichts mehr, ich mache es einfach. Mit 15 habe ich neben der Schule eine Schauspielausbildung gemacht und studierte später in New York.

Wie reagierten Ihre Eltern?
Androsch:
Besorgt, aber sie haben mich machen lassen.

Ihr Vater hat einen außerehelichen Sohn. Zum 70er betonte er im MADONNA-Talk, wie wichtig es ihm sei, Gregor zu integrieren. Wie schwer war es für die Familie, für Ihre Mutter?
Androsch:
Das verlangt schon Kraft. Was mich betrifft, finde ich es aber vor allem sehr schade, dass ich meinen Halbbruder erst zweimal treffen konnte. Ich würde Gregor gerne öfter sehen...

Alfons Haider ist ein enger Freund der Familie. Fast schon wie Ihr älterer Bruder...
Androsch:
(lacht) Ich habe mir immer einen älteren Bruder gewünscht. Leider habe ich Alfons erst mit 15 Jahren kennen gelernt, doch seitdem ist er wie ein Familienmitglied und sogar der Taufpate meines Neffen. Man kann schon sagen: Alfons ist sicher guter Freund und Bruder in einem...

MADONNA Gewinnspiel
Das Lustspiel ‚Geliebte Sisi! – Die rasende Kaiserin‘ mit Claudia Androsch, Kurt Hexmann und Franz Suhrada feiert am 12. 4. Premiere (Infos: www.freiebuehnewieden.at). Gewinnen sie mit MADONNA 2x2 Karten!

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