Engel auf Erden

Mit Star-Gast Prinzessin Märtha Louise

Engel auf Erden

Egal, ob jemand an Engel glaubt oder nicht – Engel sind immer für alle da. Sie umgeben uns, wir können ihre Energien nützen.“ Mit diesen Worten sorgte niemand Geringerer als die norwegische Königstochter vor rund drei Jahren für Aufsehen in ganz Europa. Behauptet Prinzessin Märtha Louise (38) doch, mit Engeln sprechen und selbst außergewöhnliche, heilende Kräfte zu haben. Sie wurde heftig kritisiert, belächelt, gar verspottet. Kein Grund für die sympathische Mutter dreier Kinder (Maud Angelica, 7, Leah Isadora, 5, und Emma Tallulah, 1), ihren Glauben an das Überirdische aufzugeben. Ein Glaube, den die Aristokratin mit Tausenden Menschen weltweit teilt – denn gerade in Zeiten von Wirtschaftskrise und Naturkatastrophen erfreut sich die spirituelle Gemeinde regen Zuwachses. Weshalb sich auch der jährlich stattfindende „Internationale Engelkongress“ erfolgreich etablieren konnte.

In diesem Jahr findet das ungewöhnliche Gipfeltreffen der Hochkarätigsten unter den Engels-ForscherInnen, TherapeutInnen und AutorInnen zum ersten Mal in Salzburg statt. Vom 7. bis zum 9. Mai geben sich Experten wie Lorna Byrne – die irische Heilerin und Mystikerin landete mit ihrem Buch Engel in meinem Haar einen weltweiten Bestseller – oder die bekannteste englische Autorin zum Thema Engel, Diana Cooper, ein Stelldichein in der Mozart-Stadt, deren Untersberg als besonderer Kraftplatz gilt. Zweifelsohne das Highlight der „fabelhaften Konferenz“: der Besuch von Prinzessin Märtha Louise von Norwegen. Die Gründerin des esoterischen Zentrums Astarte Education in Oslo, wo „auch Kinder geschult werden, mit ihren Engeln zu sprechen“, bringt im Mai zusammen mit Co-Autorin Elisabeth Samnøy die deutsche Ausgabe ihres Ratgebers Schutzengel begleiten dich auf den Markt.

MADONNA deLUXE sprach schon vor ihrer Österreich-Visite mit der Prinzessin, die durch die Heirat mit dem „bürgerlichen“ Schriftsteller Ari Behn – gut und gerne – auf den Titel „Königliche Hoheit“ verzichtete, über ihren Glauben, ihre Heilmethode, die Liebe zu Märchen und ihren „Ausbruch“ aus dem goldenen Käfig des Königshauses.

Sie haben vor einigen Jahren eine Schule mitgegründet, in der man lernen kann, mit Engeln zu kommunizieren. Das und Ihr Buch haben für viel Wirbel gesorgt. Man sollte doch eigentlich denken, dass es schlimmere Dinge gibt als eine Prinzessin, die an Engel glaubt...
Prinzessin Märtha Louise:
Ja, das sollte man denken. Aber fest steht: Egal, ob jemand an Engel glaubt oder nicht: Engel sind immer für alle da!

Sie sind ein großer Fan von Märchen, haben schon mehrere Bücher zu diesem Thema geschrieben. Was fasziniert Sie so sehr an mystischen Dingen?
Märtha Louise:
Mythen werden seit Jahrhunderten immer wieder überliefert, weil sie Botschaften für jeden von uns enthalten und sehr viel Weisheit in ihnen steckt. Märchen entführen uns in eine andere Welt. Dort gibt es viele Prinzessinnen und Prinzen. Ganz anders als im richtigen Leben. Jedes Kind träumt doch einmal davon, Prinzessin oder Prinz zu sein und in einer Königsfamilie zu leben. Bei mir war das allerdings anders. Ich habe mir immer vorgestellt, dass mich bürgerliche Eltern aus meinem Schloss abholen und ich in einem einfachen Haus – ganz normal, wie jeder andere Norweger auch – aufwachse.

Sie haben auf Ihren Titel „Königliche Hoheit“ und Ihre staatliche Apanage verzichtet. Ihren Lebensunterhalt verdienen Sie durch Arbeit. Ist das einer echten Prinzessin würdig?
Märtha Louise:
Das sind die modernen Zeiten, und das ist sehr aufregend. Viele europäische Royals haben neben ihren repräsentativen Aufgaben auch einen Job. Das ist in Holland, Belgien und auch Großbritannien so.

Sie haben Physiotherapie studiert und sind Expertin in der Rosen-Methode, einer Körpertherapie, bei der durch Berührungen eine tiefe Entspannung erzeugt wird, die verborgene Gefühle öffnet und Lebensfreude weckt. Wie kamen Sie als Prinzessin dazu?
Märtha Louise:
Ich habe schon als kleines Mädchen – damals war ich zwischen sieben und acht Jahre alt – gerne andere Menschen massiert. Also habe ich Physiotherapie studiert und mich mit der Rosen-Methode beschäftigt.

Wie funktioniert diese Methode?
Märtha Louise:
In unserem Körper sind unzählige Erinnerungen gefangen. Wenn uns zum Beispiel eine schwere Prüfung bevorsteht, haben wir das Gefühl, dass etwas auf unseren Schultern lastet. Wir verspannen uns und haben Schmerzen. Der Grund für diese Reaktion des Körpers ist, dass wir alle als Kinder traumatisiert wurden. Ein Todesfall in der Familie, die Scheidung der Eltern oder das Gefühl, nicht angenommen und geliebt zu werden – all dies führt zu Traumata. Wenn wir jetzt in Situationen kommen, die uns daran erinnern, verspannen wir uns. Wenn ich Menschen behandle, löse ich genau diese Verspannungen, damit ihre Erinnerungen ans Licht kommen. Und heilend wirken.

Zurück zu Ihrer Liebe zu den Märchen: Lesen Sie Ihren Kindern nur vor, oder ist auch Fernsehen erlaubt?
Märtha Louise:
Ich halte nichts davon, den Kindern das Fernsehen zu verbieten. Meine Kinder dürfen fast alle Dinge. Nur so kann sich ihre Persönlichkeit formen, nur so können sie herausfinden, was ihnen gefällt. Ich richte auch nicht über Eltern, die ihre Kinder nicht so erziehen wie ich. Jeder, der Kinder hat, versucht, eine gute Mutter oder ein guter Vater zu sein.

Sie meinen, dass Märchen großen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern haben. Wurden Sie von Märchen beeinflusst?
Märtha Louise:
Ich habe mein Märchenbuch immer als Schatz betrachtet. In Märchen gibt es böse Hexen, die neidisch oder gemein sind. So habe ich gelernt, dass diese schlimmen Gefühle auch in mir sind und dass ich, wenn ich sie unterdrücke und nicht verarbeite, Gefahr laufe, ein sehr verbitterter, böser Mensch zu werden. Märchen haben mich gelehrt, dass ich mich mit all meinen schlechten Eigenschaften auseinandersetzen muss.

Sehen Sie sich als Vorbild für eine neue Prinzessinnen-Generation?
Märtha Louise:
Viele glauben, dass eine Prinzessin in einem goldenen Käfig lebt. Das ist aber eine sehr altmodische Auffassung. Auch als Prinzessin muss ich mit der Zeit gehen, und nur wenn ich den goldenen Käfig verlasse, kann ich wirklich eine moderne Prinzessin sein.

Ari Behn, Prinzessin Märtha Louise, Maud Angelica, Leah Isadora, Emma Tallulah © EPA
Bild: (c) EPA
Titelverzicht aus Liebe
Traumehe. Durch ihre Heirat 2002 mit dem bürgerlichen Schriftsteller Ari Behn, mit dem sie drei Kinder hat, verzichtete Märtha Louise auf den Titel „Königliche Hoheit“. „Man muss den goldenen Käfig verlassen“, sagt sie.

5. Internationaler Engelkongress

Als Gipfeltreffen der spirituellen Top-Prominenz kann der Engelkongress in Salzburg wohl schon jetzt bezeichnet werden: Neben Prinzessin Märtha Louise referieren die Star-Autorinnen Lorna Byrne („Engel in meinem Haar“), ­Sabrina Fox u.v.m.

5. Internationaler Engelkongress
7. bis 9. Mai 2010
Fr 17-20 Uhr, Sa 11-20 Uhr, So 10-18 Uhr
Ort: Salzburg Congress
Auerspergstraße 6
5020 Salzburg

www.engelkongress.de

'Schutzengel begleiten dich' Prinzessin Märtha Louise Elisabeth Samnøy © Koha-Verlag
Bild: (c) Koha-Verlag
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