Die Schärfegrade bringen viele an ihre Grenzen

Scharfe Currywurst macht jeden Bissen zur Qual

"Scharf oder nicht scharf?" - diese Entscheidung hat man bei so mancher Bestellung an einer Imbissbude zu treffen. Bei Gerd Herzogs Stand "Die Currywurst" gibt es darauf nur eine Antwort. Der Gastronom macht die schärfste Currywurst Deutschlands. Menschen aus dem ganzen Land reisen zu Herzog, um eine Kostprobe zu nehmen. Doch die feurige Wurst hat schon viele Herausforderer in die Knie gezwungen.

Die zehn Schärfegrade des Gastronomen aus Wanne-Eickel bringen selbst standfeste Chili-Spezialisten an ihre Grenzen. Herzogs "gnadenlose" Soße Nummer sieben ist hausgemacht. "Die Schärfegrade acht bis zehn unterscheiden sich nur dadurch, wie viele Tropfen extrem scharfer Spezialsoßen auf die Wurststücke kommen", erklärt der Gastwirt.

Für den Kleinunternehmer ist die scharfe Wurst ein voller Erfolg. Über einen Flachbildfernseher in seinem Lokal flimmern Beiträge aus dem Fernsehen, die über seine Interpretation des Fast-Food-Klassikers berichten. Aber nicht nur in Nordrhein-Westfalen zeigt das Nationalgericht der Deutschen sein scharfes Gesicht. Auch Buden in Frankfurt am Main, Berlin und Hamburg haben es durch höllische Currysoßen zu deutschlandweiter Prominenz gebracht. Viele werben damit, die schärfste Currywurst der Welt anzubieten. Im Wettrüsten um den pikantesten Imbiss gibt sich Herzog aus Wanne jedoch siegessicher: "Ich könnte die schärfste Currywurst der Welt herstellen."

Im Gegensatz zu vielen anderen Pommesbuden verfüge er über die Zutat "Blair's 16 Million Reserve", das angeblich schärfste Gewürz auf Erden. Auf der gängigen Messskala für Schärfe - der Scoville-Skala - erreicht die Gewürzmischung den Höchstwert von 16 Millionen Einheiten. Zum Vergleich: Tabasco schlägt mit 3.000 Scoville zu Buche. Stufe neun bei Herzogs Currywurst brennt mit 20.000 Scoville. Ab Stufe zehn mit 310.000 Scoville isst der Kunde auf "eigenes Risiko" - gegen Unterschrift.

INFO: www.diecurrywurst.com