Rosinen bringen Geschmack in Mehlspeisen

Kein Apfelstrudel oder Brioche-Striezel kommt ohne getrocknete Weinbeeren aus. Landläufig als Rosinen bekannt, sind die sonnenverwöhnten Trockenfrüchte seit vielen Jahrhunderten nicht nur eine begehrte Zutat beim Backen, sondern aus der Mehlspeisküche nicht wegzudenken.

Rund fünf Prozent der weltweiten Traubenernte schrumpfen an der Sonne zusammen. Zur Herstellung von Rosinen werden dabei nur sehr zuckerhaltige, weichschalige Tafeltrauben angebaut. Allerdings ist nicht alles, was unter den Sammelbegriff "Rosine" fällt, streng genommen eine solche: Man unterscheidet zwischen Rosinen, Sultaninen und Korinthen.

Die Rosine ist großbeerig, rötlichbraun bis schwarz und enthält Kerne. Wichtig sind heute nur kernlose Sultaninen: Großbeerig und dünnschalig, variiert ihre Tönung von goldgelb bis hellbraun. Sie stammen ursprünglich von der süßen Sultantraube ab. Korinthen wiederum sind eine kernlose und beinahe blauschwarze Spezialität aus Griechenland: Klein und dünnschalig werden sie aus der Traubensorte "Schwarze Korinthe" gewonnen. Rebe und Frucht erhielten ihren Namen von der griechischen Hafenstadt Korinth, dem größten Umschlagsplatz für Trauben und Rosinen der Antike.

Rosinen sind vielseitig verwendbar. Auch pikante Salate, Faschierte Braten und Pasteten erhalten durch Trockenbeeren einen süßlichen Pfiff. Das Gleiche gilt für türkische Pilaws, tunesischen Couscous oder marokkanische Schmorgerichte. Im Rum oder Saft eingeweicht, halten Sultaninen festen Kuchenteig, Gebäck und Früchtebrot saftig.

Damit Rosinen nach dem Öffnen der Verpackung nicht austrocknen oder schimmeln, sollten sie luftdicht und kühl lagern. Keinesfalls sollten sie in den Kühlschrank kommen, da sie dort ihren letzten Rest an Feuchtigkeit verlieren. Am besten werden die kalium- und eisenreichen Früchtchen ab und zu als fettarmer Snack gegessen.